LindenLAB

Das LindenLAB verhandelt die gesellschaftliche Rolle und Relevanz ethnologischer Museen. Es entwickelt und erprobt neue Formen musealer Wissensproduktion, Vermittlung und Präsentation.

Das LindenLAB wird gefördert von der Initiative für Ethnologische Sammlungen der Kulturstiftung des Bundes.

Nähere Informationen: www.lindenlab.de
 

      

LindenLAB Podcast

Die erste Staffel des LindenLAB Podcasts, produziert in Kooperation mit der Hochschule der Medien Stuttgart, greift Themen des LAB 5 "(in) Beziehungen" auf und bringt sie "ins Gespräch". Überall, wo es Podcasts gibt.

Folge 1: Rassismus raus. Wie räumen wir unsere Sprache auf?
Über Sprache und gesellschaftliche Strukturen


Was hat Sprache mit gesellschaftlichen Strukturen zu tun? Ändert sich mit einer rassismuskritischen Sprache das Bewusstsein? Oder ist das nur Kosmetik?

Zacharias Hauswirth und Faisal Osman sind aktiv in der Black Community Foundation Stuttgart. In der ersten Folge des LindenLAB Podcasts unterhalten sie sich mit Johanna Speckert und Jana Trenner über Grundsätzliches: das Grundgesetz, weiße Museen und Buntstifte.

Konzept und Produktion: Jenny Halda, Yasmin Ismaiel, Johanna Speckert, Jana Trenner, Sarah Zimmermann (HdM Stuttgart), Martin Otto-Hörbrand (Linden-Museum Stuttgart), online ab 13.4.2021, aufgezeichnet am 26.1.2021
 

Folge 2: Rassismus raus. Wie räumen wir unsere Sprache auf?
Über Alltagsrassismus und unsere Sprache


Auch in der zweiten Folge des LindenLAB Podcasts sind Zacharias Hauswirth und Faisal Osman zu Gast. Beide sind aktiv in der Black Community Foundation Stuttgart. In dieser Folge sprechen sie mit Nareh Khoorshidian und Estelle Rekasowski über den Umgang mit Alltagsrassismus und die Frage, was jede*r einzelne tun kann, um sich dafür zu sensibilisieren.

Konzept und Produktion: Ievgeniia Brauer, Nareh Khoorshidian, Achara Kunz, Estelle Rekasowski (HdM Stuttgart), Henrike Louise Hoffmann (Linden-Museum Stuttgart), aufgezeichnet im Februar 2021

Folge 3: Authentisch - for real?!

Tracy Osei-Tutu vom Verein Demokratische Stimme der Jugend und Harald Völkl vom Linden-Museum Stuttgart sprechen mit Ansgar Wörner darüber, was es heißt, authentisch zu sein, wie wichtig es in unserer Zeit ist und was Museen damit zu tun haben.

Konzept und Produktion: Daniel Baltes, Max Galys, Sina Hammerschmidt, René Kahremann, Lea Schubert, Ansgar Wörner (HdM Stuttgart), Harald Völkl (Linden-Museum Stuttgart), aufgezeichnet am 27. Januar 2021

Folge 4: Museums(t)räume – Welche Räume braucht ein Museum in Zukunft?

Im Hinblick auf ein neues Museum diskutieren wir das Thema Raum: Welche Räume braucht es in einem Museum und was lösen Museen bei uns aus? Als Museum sind für uns hier die Wünsche und Erwartungen der Besucher*innen wichtig. In dieser Folge kommt es deshalb zu einem Rollentausch: Janette Helm, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Linden-Museum Stuttgart, befragt drei Studierende der Hochschule der Medien nach Räumen, in denen sie sich wohlfühlen, die Begegnungen ermöglichen oder ein besonderes Museumserlebnis bewirkt haben.

Konzept und Produktion: Stefan Breuning, Lena Glas, Chris Günthner, Lisa Schubert, Sandro Stiehle (HdM Stuttgart), Janette Helm (Linden-Museum Stuttgart), aufgezeichnet im Februar 2021

"Linden-Museum in Afghanistan"

Die fotografischen Objekte der Stuttgarter Badakhshan-Expedition (1962/63)
Vortrag von Marina Heyink
12. Februar 2021


Die Stuttgarter Badakhshan-Expedition (1962/63) zählt zu den für das Linden-Museum wichtigsten Forschungsreisen. Unter ihren­ Erträgen befinden sich ca. 4.000 Fotografien. Die Bilder sind ­einmalige Zeugnisse deutscher Nachkriegsethnologie in Afghanistan. Eine Auswahl hiervon beleuchtet Marina Heyink.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V. sowie im Rahmen des LindenLAB 4 "Entangled: Stuttgart - Afghanistan"

© Linden-Museum Stuttgart

LindenLAB: Eröffnung von LAB 2 "Objekte und Sammler"

Objekte und Sammler: Neue Wege, Provenienzforschung zu vermitteln

Eröffnung: 25. Juni 2020


Wie kommt man der Herkunft von Objekten auf die Spur? Wie kamen sie ins Museum? Wer hat sie dem Museum übergeben? In welchem Kontext wurden sie gesammelt? Wurden sie gekauft, geschenkt, getauscht oder möglicherweise geraubt? Welche Folgen ergeben sich daraus für Museen und Wissenschaftler*innen, die heute mit den Objekten arbeiten?

Das sind die typischen Fragen mit denen sich Provenienzforscher beschäftigen. Das LindenLAB 2 „Objekte und Sammler“ stellt sich zusätzlich die Frage, wie man die Ergebnisse und die Arbeitsweise von Provenienzforscher*innen den Besucher*innen vermitteln kann.

Die Installation im LindenLAB 2 lädt dazu ein, anhand eines realen Forschungsauftrages die Arbeitsweise von Provenienzforscher*innen spielerisch nachzuvollziehen. Die Besucher*innen bekommen dabei Einblick in die verwendeten Arbeitsmethoden und Quellen und können die dahinterstehende Geschichte selbst entdecken. Für das LindenLAB 2 wurde die Sammlung von Karl Holz (1857 – 1934) intensiv betrachtet. Holz war ein Kaufmann, der vermutlich in den frühen 1880er Jahren nach Chile auswanderte, sich fortan Carlos Holz nannte und Karl Graf von Linden mit vielen Objekten, vor allem von den Mapuche, belieferte. Welche Geschichte verbirgt sich hinter seiner Sammlung? Welche Hindernisse, Wendungen und historische Begebenheiten sind damit verbunden?

Zusätzlich zur Präsentation im Museum gibt es eine virtuelle Ausstellungsergänzung.

© Linden-Museum Stuttgart