Wo ist Afrika?


Wo ist Afrika? fordert dazu auf, die Kontexte und Narrative unserer Afrika-Sammlungen neu kennen zu lernen und sie gemeinsam mit uns kritisch zu befragen. Die Ausstellung zeigt, wie die Sammlungen entstanden, wie sie sich entwickelten und welchen Klassifizierungsprinzipien sie gehorchten.

Ein großer Teil der Objekte aus Kamerun, dem Kongobecken, Mosambik, Nigeria und Tansania gelangte in der Kolonialzeit während des „Wettlaufs um Afrika“ Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Sammlungen. 

Wo ist Afrika? 
untersucht, welche Geschichte und Geschichten den Objekten eingeschrieben sind und wofür sie heute stehen (können). Die Ausstellung eröffnet einen Deutungsraum der kulturellen Kreativität, in dem es möglich wird, sich einem historisch und ästhetisch komplexen Begriff von „afrikanischer Kultur“ zu nähern.

Wo ist Afrika? verfolgt einen prozessorientierten Ansatz, der die alleinige Deutungshoheit des Museums hinterfragt, eine Vielzahl an parallelen Erzählungen präsentiert und wichtige Fragen an unser heutiges gesellschaftliches Zusammenleben stellt.


Videos

Bedeutungsvoll - Dinge und ihre Geschichte(n)
Dr. Sandra Ferracuti, Kuratorin der Ausstellung "Wo ist Afrika?", stellt eine Skulptur des mosambikanischen Künstlers Samson Makamo vor. Besonders wichtig für sie sind die persönlichen Verbindungen, die sie mit Makamo teilt und die dieses Objekt so bedeutungsvoll für sie machen.

Les séquelles de la colonisation 2, Patrimoine africain et ses conflits en Europe
Die Performance der Kameruner Künstler Raoul Zobel Tejeutsa ("Snake") und Stone Karim Mohamad ("Stone"), die sich mit afrikanischem Erbe in Europa auseinandersetzt, wurde für "Wo ist Afrika?" konzipiert und im Museum 2018 gefilmt. Der Trailer zeigt Ausschnitte der Performance, die in der Ausstellung in voller Länge zu sehen ist.


Hörspiel/Podcast

sprechendes schweigen
sprechendes schweigen ist eine audiovisuelle Installation der flanerie - labor für gedanken & gänge, die aus einem Hörspiel und einer Skulptur bestand und 2017/18 im Museum ausgestellt war. Worte, Geräusche sowie verschiedene Materialien verweisen aufeinander und erzählen Geschichten, die alle den gleichen Ausgangspunkt haben: eine Maske unserer Afrika-Sammlung. Das Hörspiel wurde in die Ausstellung "Wo ist Afrika?" übernommen.

Für eine neue Ethik der Beziehungen. Zur Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes
Prof. Dr. Bénédicte Savoy (TU Berlin, Collège de France, Paris), Prof. Dr. Albert Gouaffo (Universität Dschang, Kamerun), Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und Dr. Sandra Ferracuti (Linden-Museum Stuttgart) im Gespräch mit Sigrid Brinkmann (Deutschlandfunk Kultur) am 29.4.2019 im Linden-Museum


Die Ausstellung wird gefördert von: