Heute
10 bis 18 Uhr
geöffnet

LindenLAB 1

Museen und indigene Gesellschaften: Neue Formen der Zusammenarbeit

ab 27.2.2020 im LAB-Raum

Indigene Gruppen wurden oftmals wiederholt von präkolonialen Reichen, von Kolonialmächten und von postkolonialen Nationalstaaten marginalisiert. Bedroht von Armut und Kriegen verkauften sie oft ihre Kulturgüter. Wie können Museen als Bewahrer dieser Sammlungen heute zur Stärkung solcher Gesellschaften beitragen? Gemeinsam mit Vertreter*innen indigener Kulturinitiativen aus der Karenni-Region in Myanmar wurde im LindenLAB1 mit neuen Formen der Kooperation und des Teilens von Know-How und Ressourcen experimentiert.

Ein erster Teil des LABs fand vor Ort in der Karenni-Region in Myanmar statt; hier wurde das Projekt von Dr. Georg Noack, Referent für Süd- und Südostasien, gemeinsam mit Vertreter*innen indigener Kulturinitiativen entwickelt. Erste Workshops wurden durchgeführt. Im zweiten Teil waren unsere indigenen Partner im November 2019 vier Wochen im Linden-Museum zu Gast. Hier hatten sie die Gelegenheit, unsere Sammlungen kennenzulernen und sich mich unseren Herangehensweisen an Ausstellungsgestaltung, Konservierung wertvoller Objekte und Kulturvermittlung vertraut zu machen. Sie nahmen viele Anregungen für ihre eigene Kulturarbeit mit, die wir weiter beratend unterstützen wollen.

Eine im Rahmen des LABs entstandene Ausstellung, kuratiert von Olivia Musu und Patricio Doei vom Kayaw Literatur und Kultur Zentralkomitee sowie Khun Vincentio Besign und Khun Myo Aung vom Kayan Literatur und Kultur Zentralkomitee, ist im 2. Obergeschoss zu sehen.

Nähere Informationen zum LindenLAB: www.lindenlab.de

Das LindenLAB wird gefördert im Rahmen der Initiative für Ethnologische Sammlungen der Kulturstiftung des Bundes.