Wo ist Afrika?


Wo ist Afrika? fordert dazu auf, die Kontexte und Narrative unserer Afrika-Sammlungen neu kennen zu lernen und sie gemeinsam mit uns kritisch zu befragen. Die Ausstellung zeigt, wie die Sammlungen entstanden, wie sie sich entwickelten und welchen Klassifizierungsprinzipien sie gehorchten. 

Ein großer Teil der Objekte aus Kamerun, dem Kongobecken, Mosambik, Nigeria und Tansania gelangte in der Kolonialzeit während des „Wettlaufs um Afrika“ Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Sammlungen. Wo ist Afrika? untersucht, welche Geschichte und Geschichten den Objekten eingeschrieben sind und wofür sie heute stehen (können). Die Ausstellung eröffnet einen Deutungsraum der kulturellen Kreativität, in dem es möglich wird, sich einem historisch und ästhetisch komplexen Begriff von „afrikanischer Kultur“ zu nähern. 

Wo ist Afrika? verfolgt einen prozessorientierten Ansatz, der die alleinige Deutungshoheit des Museums hinterfragt, eine Vielzahl an parallelen Erzählungen präsentiert und wichtige Fragen an unser heutiges gesellschaftliches Zusammenleben stellt.

Die Ausstellung wird gefördert von:

      

Video: Die Ausstellung in "Kunscht!" (SWR, 14.3.2019)

Podcast: Für eine neue Ethik der Beziehungen. Zur Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes
Prof. Dr. Bénédicte Savoy (TU Berlin, Collège de France, Paris), Prof. Dr. Albert Gouaffo (Universität Dschang, Kamerun), Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und Dr. Sandra Ferracuti (Linden-Museum Stuttgart) im Gespräch mit Sigrid Brinkmann (Deutschlandfunk Kultur) am 29.4.2019 im Linden-Museum