Pressetext

TheMuseumsLab: Linden-Museum Stuttgart beteiligt sich an Programm für afrikanische und deutsche Museumsfachleute

Das Linden-Museum Stuttgart beteiligt sich am Wissensaustauschprogramm „TheMuseumsLab“, das im Mai für afrikanische und deutsche Museumsfachleute startet und vom Auswärtigen Amt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert wird.


In dem Projekt werden vielfältige Fertigkeiten und Kompetenzen gebündelt. Museen sowie wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen kommen zusammen, um ein gemeinsames Konzept zu entwickeln und beiderseitiges Lernen zwischen Afrika und Europa zu fördern. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur deutschen Agentur für internationale Museumskooperation.

TheMuseumsLab wird von einer Vielzahl von Partnern getragen: dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Museum für Naturkunde in Berlin und dem Studiengang Museumsmanagement und -kommunikation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in enger Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Beraternetzwerk The Advisors. Diese Partner stehen stellvertretend für ein weit größeres Spektrum Dutzender Museen und Kunststätten, eine Vielzahl von herausragenden afrikanischen und europäischen Fachleuten und mehrere Kulturinstitutionen wie die Kulturstiftung der Länder und die Kulturstiftung des Bundes, das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen.

Ziel von TheMuseumsLab ist der Aufbau einer praxisbezogenen Community, an der sich Museumsnachwuchskräfte aus mehr als zehn afrikanischen Ländern und Deutschland beteiligen. Zahlreiche Podiumsredner*innen und Dozent*innen aus vielen afrikanischen Ländern, Deutschland und Europa werden ihr Fachwissen einbringen und ihre Positionen zu einem breiten Spektrum von Themen darlegen. TheMuseumsLab soll eine Plattform werden, die gemeinsames Lernen ermöglicht sowie Einzelpersonen und Institutionen in Afrika und Deutschland Kompetenzen vermittelt. Akademische Leistungsnachweise können erworben werden, neue Denkweisen sollen entwickelt und Praktiken der Zusammenarbeit von Museen und Kunststätten in Europa und Afrika erlernt werden.

Das Pilotprojekt im Jahr 2021 umfasst zwei Phasen. Phase eins findet in Online-Veranstaltungen von Mai bis Juli statt. Bei dieser Gelegenheit kommen international vernetzte afrikanische und deutsche Denker*innen, Akademiker*innen, Praktiker*innen, Kurator*innen, Architekt*innen und Künstler*innen wie Pamela Dube, Inyani Simala, Kwadwo Opoku-Agyemang, Félix Ayoh’Omidire, Johannes Vogel, Nanette Snoep, Barbara Plankensteiner, Inés de Castro, Kofi Yakpo und Luyanda Mpahlwa zusammen, um Konzepte zu diskutieren, Ideen zu teilen und neue Netzwerke aufzubauen. Phase eins ist in die Module „Verwobene Geschichte(n) und die Zukunft des kulturellen Gedächtnisses“, „Sammlungen und Forschung“ und „Kommunikation und strategisches Management“ gegliedert. Der Fokus liegt auf kritischen Dimensionen von Museumskonzepten, inklusive zeitgemäße und aktuelle Aspekte rund um die Themen Open Science, Digitalisierung und digitaler Zugang, Partizipation, Zielgruppenentwicklung, Strategie, Leitung und Dekolonialisierung. Im Oktober/November 2021 folgt eine praktische Phase mit Veranstaltungen in Berlin und einer dreiwöchigen Hospitation in deutschen Museen.

Das Programm findet bereits großen Anklang: Bislang haben sich 25 Teilnehmende aus mehr als zehn afrikanischen Ländern und 20 Teilnehmende aus zehn deutschen Museen für das Pilotprogramm angemeldet. In den Folgejahren soll das Programm weiter ausgebaut werden. Dozent*innen des Linden-Museums sind die Direktorin Inés de Castro, Verwaltungsleiter Sebastian Baier, Provenienzforscher Markus Himmelsbach sowie Mike Schattschneider (Leiter der Museumsvermittlung). Auf Vorschlag des Museums werden auch namibische Museumsexpert*innen, die teilweise bereits in der Namibia-Initiative des Landes Baden-Württemberg beteiligt sind, am Projekt mitwirken.

Inés de Castro inspiriert der dialogische Charakter des Projekts: „Wir freuen uns auf das Kennenlernen neuer Perspektiven, das gegenseitige Teilen von Erfahrungen, die gemeinsame Entwicklung innovativer Ideen und das Entstehen neuer Partnerschaften. Wir wünschen uns TheMuseumsLabnicht als punktuelles Projekt, sondern als nachhaltigen Türöffner für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen afrikanischen und deutschen Museen.“

Nähere Informationen: https://themuseumslab.org

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