Stuttgart - Afghanistan

Sonderausstellung im Linden-Museum Stuttgart
27. Januar bis 28. Juli 2024

Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von
27. Januar bis 28. Juli 2024 die Sonderausstellung Stuttgart – Afghanistan.


Weit weg oder doch ganz nah? Die Ausstellung erzählt Geschichte und Geschichten von den vielschichtigen Verbindungen zwischen Stuttgart, Deutschland und Afghanistan und eröffnet neue Perspektiven darauf. Gezeigt werden historische Objekte, vorislamische und islamische Kunstwerke ebenso wie alltägliche, doch bedeutsame Gegenstände.

Persönlich und gegenwärtig

Die Ausstellung wurde vom Linden-Museum gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Entangled: Stuttgart – Afghanistan entwickelt. Hier beteiligen sich seit 2019 Menschen aus der Region Stuttgart, viele davon mit Afghanistan -bezogener Geschichte, dazu Partner:innen aus dem universitären und künstlerischen Bereich. Für die Ausstellung haben sie sich konzeptionell, inhaltlich und teilweise sehr persönlich mit Erinnerungen und Gedanken eingebracht. Durch die Ausstellung ziehen sich immer Bezüge zur Gegenwart – auch bei historischen Themen. Durch die Ausstellung ziehen sich immer Bezüge zur Gegenwart – auch bei historischen Themen.

Die Ausstellung

Die Ausstellung beginnt mit Jahrtausende zurückreichenden transkontinentalen Beziehungen zum Gebiet des heutigen Afghanistan und einem Einblick in die Anfänge der deutsch-afghanischen Geschichte vor etwas über 100 Jahren. Ausgehend von den Sammlungen des Museums zeigt sie Darstellungen des Buddha und Marmorpaneele aus der Zeit der Ghaznawiden (11./12. Jh.), in Verbindung mit neuen Forschungen und Informationen zur Provenienz.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Stuttgarter Badakhshan-Expedition 1962/63, die größte und längste Forschungsreise des Linden-Museums. Sie wird durch Forschung und Beteiligung vieler Akteur:innen zwischen Stuttgart und Afghanistan neu erzählt. Die Ausstellung berichtet auch von Reisen nach Afghanistan und deutschen Familien in Kabul in den 1970er Jahren. In einem weiteren Bereich geht es um Dinge und vielfältige Bedeutungen – vor allem im 20. und 21. Jahrhundert:  Textilien, Schmuck, Möbel oder Geschirr sind mit Geschichten vom Reisen, aber auch von Migration, Krieg und Flucht verbunden und werfen auch politische Fragen auf.

Ausgewählte Werke von Abdul Ghafur Brechna (1907 – 1974) begleiten die dargestellten Themen. Brechna war einer der bedeutendsten Künstler Afghanistans. Sein vielseitiges Schaffen als Maler, Komponist, Dichter und Regisseur beeinflusste die Entwicklung und Erneuerung der Kunst und Kultur Afghanistans im 20. Jahrhundert.

Begegnungen

Bücher, Geschichten, Spiele, Musik: Zwei besondere Räume – die „Bibliothek“ und die „Teestube“ – laden zum Verweilen, Nachdenken und Mitwirken ein. Ein umfangreiches Programm und ein facettenreiches Magazin begleiten die Ausstellung.

Besondere Leihgaben

Zahlreiche Objekte aus der Sammlung des Linden-Museums werden durch Exponate aus deutschen und europäischen Museen ergänzt, insbesondere aus Sammlungen, die auf der Grundlage von archäologischen Kooperationen mit Afghanistan nach Europa gelangten.

Eintritt: Solidarisches Preismodell
Das Linden-Museum möchte möglichst vielen Menschen Zugang zu Kultur ermöglichen. Für die Ausstellung gibt es deshalb ein solidarisches Preismodell nach dem Motto „Pay what you can“:
€ 20/10/8/1 inkl. Mediaguide (Deutsch, Englisch, Dari, Paschto)
Für Kinder bis einschl. 12 Jahre ist der Eintritt frei.

Kinderheft zur Ausstellung
Für Kinder gibt es an der Kasse ein kostenfreies Begleitheft durch die Ausstellung.

Magazin zur Ausstellung
120 S., € 9
Eine zweite Ausgabe des Magazins erscheint im April.

Die Ausstellung wurde gefördert vom Zentrum für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg, einer Einrichtung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur, sowie der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

           

Downloads:

Pressemitteilung (pdf)

Ausstellungstexte (pdf)

Magazin zur Ausstellung (pdf)

Das Magazin erzählt von der Entstehungsweise der Ausstellung, vertieft Themen und gibt einen Überblick über das Begleitprogramm der ersten Ausstellungshälfte.Eine zweite Ausgabe des Magazins erscheint im April.

 

Pressefotos


Key Visual. Gestaltung: Bertron Schwarz Frey unter Verwendung folgender Fotos: © Stuttgart: Adobe Stock, SmallWorldProduction / Minarett: Homayoon Ahmadi / Straßenszene Kabul: Fam. Geerken | Download


Blick in die Ausstellung © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Blick in die Ausstellung © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Blick in die Ausstellung © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Blick in die Ausstellung © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Blick in die Ausstellung © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Aman Mojadidi: Inmitten von Wind und Himmel, Kunst-Intervention, 2023/24. © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Fragment einer Brunneneinfassung aus Marmor, Ghazni, Anfang 12. Jh. Problematisch: Für das 1980 über den Kunsthandel angekaufte Objekt liegt keine Ex-/Importdokumentation vor. © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Dominik Drasdow | Download


Blick von der Festung Sharan, aufgenommen 1963 während der Stuttgarter Badakhshan-Expedition. © Fotoarchiv Linden-Museum Stuttgart, Foto: Hermann Schlenker | Download


Gemeinsames Kochen mit der Arbeitsgruppe Entangled: Stuttgart - Afghanistan. © Linden-Museum Stuttgart, Foto: Harald Völkl | Download


Abdul Ghafur Brechna: Siemens-Delegierter, 1950 © Breshna Foundation for Culture | Download