Veranstaltungsprogramm

Ferienprogramm ab 8 | Afrika


Mit Florian Stifel und Cathy Plato, Mitglied des Beirats "Advisory Board for the Representation of African Collections" im Linden-Museum Stuttgart

Wie stellen wir uns Afrika vor? Und welche Bilder sind mit den Ausstellungsobjekten verbunden? Wir beschäftigen uns mit den Ideen, Funktionen oder Bedeutungen, die hinter den Objekten stehen. Was sehen wir? Und welche Codes brauchen wir zur Entschlüsselung mancher Bedeutungen?

Gebühr: EUR 3,- inkl. Ausstellungen | ohne Anmeldung

 

 



Vortrag | Afrika


 

Die neue Ausstellung im Linden-Museum

Referentin: Dr. Sandra Ferracuti, Linden-Museum Stuttgart


Kuratorin Dr. Sandra Ferracuti nimmt die Neugestaltung der Afrika-Sammlung „Wo ist Afrika?“ zum Anlass, über die Problematik der europäischen ethnografischen Museen mit der kolonialen Vergangenheit zu sprechen. Zudem erläutert sie ihre Vorstellungen, wie das historische Erbe und gegenwärtige Bewegungen in Afrika in künftigen Präsentationen dem Publikum nähergebracht werden können.

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Eintritt:
EUR 5,-/3,-/GEV-Mitglieder, Schulklassen und Studentengruppen frei

Familienführung ab 6 | Ozeanien

Mit Bettina Ulrich

 

Wer ist Kῡkā’ilimoku? Und mit wem liegt die Vulkangöttin Pele im Streit? Erfahrt mehr über hawaiische Lebenswelten, Persönlichkeiten und über die Geschichten hinter den Dingen, von Angelhaken, kapa-Stoffen, Spielsteinen oder Tätowierwerkzeugen bis hin zu modernen Kunstwerken.

Eintritt: EUR 4,-/3,- inkl. Dauerausstellungseintritt (bis einschl. 12 Jahre frei)

Diskussion | Afrika


Bénédicte Savoy © David Außerhofer


Zur Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes


Gespräch mit:

Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Professorin für Kunstgeschichte am Collège de France und an der TU Berlin

Prof. Dr. Albert Gouaffo, Universität Dschang (Kamerun),

Mitglied des Förderbeirats „koloniale Kontexte“ am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste
in Magdeburg

Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg


Dr. Sandra Ferracuti, Afrika-Referentin, Linden-Museum Stuttgart


Moderation: Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk Kultur


2018 beauftragte Präsident Macron die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und den senegalesischen Ökonomen und Schriftsteller Felwine Sarr, Empfehlungen zur Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes in französischen Museen zu verfassen. Dieser Empfehlungskatalog führte sofort nach seiner Veröffentlichung zu einer kontroversen Debatte, die weit über Frankreichs Grenzen hinausging und auch in Deutschland leidenschaftlich geführt wird. Die beiden Autor*innen empfehlen, Artefakte generell in die Herkunftsländer zurückzugeben, wenn Museen ihre Herkunft oder die Einwilligung des Transfers nach Europa nicht nachweisen können – indes nur, wenn die Rückgabe von Seiten der afrikanischen Herkunftsländer auch eingefordert wird. Wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der afrikanischen Sammlungen in den ethnologischen Museen Europas im Zuge des Kolonialismus oder durch Übervorteilung der afrikanischen Herkunftsgesellschaften gewaltvoll angeeignet wurde, und dass sich heute circa 90 Prozent des afrikanischen Kulturerbes außerhalb des Kontinents befinden, haben diese Empfehlungen Gewicht. Die Debatte über Rückgabeempfehlungen kann Anstoß sein für ein neues Gespräch zwischen Afrika und Europa und ein erster Schritt hin zu einer neuen Ethik der Beziehungen.

Die deutsche Veröffentlichung des Berichts (Verlag Matthes & Seitz 2019), unsere neue Sammlungspräsentation "Wo ist Afrika?" sowie das internationale Festival „Membrane – African Literature and Ideas“ (23.-26.5.2019) im Literaturhaus Stuttgart und Institut français geben Anlass für diese Diskussion.

Ort: Linden-Museum Stuttgart
Eintritt:
EUR 5,-/3,-
Reservierung:
Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Eine gemeinsame Veranstaltung von Institut français Stuttgart, IZKT Universität Stuttgart, Linden-Museum Stuttgart, Literaturhaus Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Akademie Schloss Solitude

Mit freundlicher Unterstützung:

        

Gespräch | Afrika



Referenten:

Prof. Dr. Kurt Düwell, Düsseldorf
Prof. Dr. Bernd-Stefan Grewe, Universität Tübingen
Markus Himmelsbach, Provenienzforscher zu kolonialzeitlichen Objekten im Linden-Museum Stuttgart

Moderation:
Jörg Armbruster

Württemberger*innen im Kolonialdienst, Kolonialwarenläden, Völkerschauen und Völkerkundemuseen, koloniale Gesellschaften und Vereine, Vortragsabende – Kolonialismus war um die Jahrhundertwende vor allem im Stuttgarter Alltag sehr präsent. Die kolonialen Verwicklungen und Beziehungen Württembergs werden anhand zweier Beispiele beleuchtet: 1882 gründete sich unter Schirmherrschaft König Karls der Württembergische Verein für Handelsgeographie und Förderung Deutscher Interessen im Ausland, der Initiator des Linden-Museums war. 1917 wurde der Vorläufer des heutigen Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) ins Leben gerufen.

Tipp:
Vor der Veranstaltung besteht um 18 Uhr die Möglichkeit zum Führungsgespräch mit Kuratorin Dr. Sandra Ferracuti in der Ausstellung „Wo ist Afrika?“

Eintritt frei

Flyer zur Gesprächsreihe "Wo ist Afrika?" (pdf)

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg