Veranstaltungsprogramm

Spielfilm und Talk - hybrid | Afrika


© Memento Films International


TAVMA Watch Party: Spielfilm von Philippe Lacôte + Live-Talk mit dem Regisseur und Enoka Ayemba

Elfenbeinküste, Frankreich, Kanada, Senegal 2020, Original mit engl. Untertiteln, 93 Min.

"Wenn Gott Ja sagt, kann niemand Nein sagen." Dieser Slogan steht an einer Wand in Maca, einem berüchtigten Gefängnis in einem Waldgebiet der Elfenbeinküste, das von den Insassen übernommen wurde. Die Gefangenen gehen hart miteinander um, aber sie bewundern die hohe Kunst des Geschichtenerzählens. Nach ihrer Tradition wird bei Aufgang des roten Mondes ein Neuankömmling - in diesem Fall ein junger Taschendieb - von ihrem kranken Chef ausgewählt, um den anderen Gefangenen eine Geschichte zu erzählen. Als der Junge erfährt, welches Schicksal ihn erwartet, beginnt er, das mystische Leben eines legendären Geächteten namens Zama King zu erzählen, und hat keine andere Wahl, als seine Geschichte bis zum Morgengrauen fortzusetzen.

Basierend auf dem realen Maca hat Regisseur Philippe Lacôte einen bildstarken, magischen Kosmos erschaffen, der ein Gefängnisdrama in ein Märchen verwandelt. Der Junge erinnert sowohl an Scheherazade aus 1001 Nacht als auch an die Griots, die die mündliche Tradition Westafrikas pflegen.

Philippe Lacôte wuchs in Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste, in der Nähe eines Kinos namens Le Magic auf. 2008 präsentierte er mit Chronicles of War in the Ivory Coast einen Kurzfilm, der die jüngste Geschichte seines Heimatlandes in einem hybriden Format behandelt: teils Dokumentarfilm, teils Tagebuch. Sein erster Spielfilm, Run, wurde 2014 in der Sektion Un Certain Regard in Cannes gezeigt und etablierte ihn als neue Stimme im afrikanischen Kino. Night of the Kings ist sein zweiter Spielfilm.

Enoka Ayemba ist Filmkurator und -kritiker mit Schwerpunkt auf afrikanischer Filmkunst, der nigerianischen Videoindustrie und antikolonialen Bewegungen. Seit 2019 ist er als Berater für das Berlinale Forum tätig.

Im Anschluss an die Vorführung findet eine Diskussion mit den Gästen, dem Publikum und dem Moderator Willy Rollé statt. Die Filmcrew und das Streaming-Publikum werden online zugeschaltet.

Die Mission von TAVMA: bekannte Narrative in Frage zu stellen und neue Arten von Storytelling zu entdecken. Die Watch Party ist ein hybrides Film- und Live-Talkformat, das gleichzeitig in Präsenz und online stattfindet. Es ist keine Vorführung, bei der man nach dem Film den Raum verlässt. Man kommt als Fremder und geht mit Freund*innen, denn hier gibt es Zeit und Raum um Zwischenmenschliches nachhaltig wachsen zu lassen.

Der Film wird in der französischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt, das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

Live-Ticket für das Museum: EUR 9,50/6,50
Online-Screening: EUR 5,50
Tickets buchen

Einlass: 19 Uhr
Filmstart: 19.30 Uhr



Mit freundlicher Unterstützung und in Kooperation mit:

        

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Night of the Kings (La Nuit des Rois)
TAVMA Watch Party: Film + live talk with director Philippe Lacôte and Enoka Ayemba


Ivory Coast, France, Canada, Senegal 2020, original with English subtitles, 93 min.

“When God says yes, no one can say no.” This slogan is written on a wall in Maca, a notorious penitentiary in the forest of Ivory Coast which the inmates have taken over. The prisoners are rough with each other, yet they admire the supreme art of storytelling. As their tradition goes, with the rising of the red moon, a newcomer - this time a young pickpocket - is chosen by their ailing boss to tell a story to the other prisoners. Learning what fate awaits him, the boy begins to narrate the mystical life of a legendary outlaw named Zama King and has no choice but to make his story last until dawn.

Based on the real-life Maca, director Philippe Lacôte has created a violent, magical cosmos all his own, turning a prison drama into a fairy tale. The boy recalls both Scheherazade from 1001 Nights and the griots who maintain Africa’s oral tradition.

Philippe Lacôte grew up in Abidjan, Ivory Coast's largest city, near a movie theater called Le Magic. In 2008, he presented Chronicles of War in the IvoryCoast, a short film that dealt with the recent history of his home country in a hybrid format: part documentary, part diary. His first feature film, Run, was selected for the Un Certain Regard section at Cannes in 2014, establishing him as a new voice in African cinema. Night of the Kings is his second feature film.

Enoka Ayemba is a film curator and film critic focusing on African cinematographies, the Nigerian video industry and anti-colonial movements. He has been a consultant for the Berlinale Forum since 2019.

The screening will be followed by a discussion with the guests, the audience and the host Willy Rollé. The film crew and streaming audience will join in online.

TAVMA’s mission: to question familiar narratives and discover new types of storytelling. The Night of the Kings @TAVMA Showis a hybrid format that takes place simultaneously off- and online. They are not screenings where you leave the room after the film. You come as a stranger and leave with friends, because there is time and space here to let interpersonal relationships grow in a sustainable way.

The film will be shown in the original French version with English subtitles, the conversation will be in English.

Live ticket for the museum:
EUR 9.50/6.50
Online screening: EUR 5,50
Book tickets

Admission: 7 pm
Film start: 7:30 pm

Ausstellungseröffnung - digital | Ostasien



Alltagserfahrungen Tübinger Studierender aus China

Vom Ankommen in einem fremden Land, vom Studieren an der Universität Tübingen, vom Spaghettikochen in der Wohnheimküche, von mitgebrachten Erwartungen, neu geschlossenen Freundschaften und Zukunftsträumen berichten in der Ausstellung 26 Tübinger Studierende aus China. Tübingen steht dabei stellvertretend für alle deutschen Universitäten: An ihnen bilden Student*innen aus China inzwischen längst die größte ausländische Studierendengruppe. Wie aber erleben die Studierenden aus China ihren Alltag in Tübingen? Welche Erfahrungen machen sie an der Universität? Auf welche Probleme stoßen sie? Was ist für sie neu und wichtig? Wie kann ein Miteinander auf dem Campus entstehen? Und vor allem: Was nehmen sie schließlich aus ihrem Aufenthalt in Deutschland – aus ihrem eigenen „Chapter Germany“ – mit zurück nach Hause?

Um darauf Antworten geben zu können, wurden sie in einem dreisemestrigen Studienprojekt von 12 Masterstudent*innen des Tübinger Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft in ihrem Alltag begleitet. Bei Interviews, zahlreichen gemeinsamen Kochabenden und Ausflügen sind dadurch Freundschaften und für die Studienprojektgruppe Partner*innen in der gemeinsamen Forschung entstanden. Die Erfahrungen der chinesischen Studierenden sind das Thema der Ausstellung und sie kommen in dieser auch selbst ausführlich zu Wort.

Die Ausstellung „Chapter Germany“ ist in enger Kooperation mit dem China Centrum Tübingen und den Studierenden und Lehrenden des Studiengangs International Master of Interior Architectural Design der HFT Stuttgart entstanden. Sie wird im Linden-Museum Stuttgart als Kabinett-Ausstellung in der Ostasien-Abteilung gezeigt.

Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter, 300-seitiger Begleitband. Dieser ist zum Preis von EUR 19,- im Museumsshop und beim TVV-Verlag zu erwerben.

Begrüßung:
Katja Scharff M.A., Ausstellungskoordinatorin des Linden-Museums Stuttgart

Grußworte:
Dr. Hailong Jiao, Chinesischer Konsul für Kultur und Bildung
Prof. Dr. Monique Scheer, Prorektorin für Internationales und Diversität der Universität Tübingen
Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer, Direktor des China Centrum Tübingen
Dipl.-Ing. Bernd Göhner, Freunde der Hochschule für Technik Stuttgart e. V.

Einführung: Chapter Germany
Studierende des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen stellen das Projekt vor.

Die Eröffnung findet - anders als ursprünglich angekündigt - nur digital statt.

Livestream über Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=lMIn7BK4UyM

In Kooperation mit:

         

Mit freundlicher Unterstützung:

              

Vortrag - digital | Sonderausstellung


Sammelbild


Referent: Prof. Dr. Bernd-Stefan Grewe, Universität Tübingen

Bis in die Gegenwart prägen visuelle, oft rassistische Darstellungen aus der Kolonialzeit unsere Vorstellungen über Menschen aus dem Globalen Süden. Insbesondere Fotografien und Postkarten bestätigten die kolonialen Vorstellungen der Europäer*innen über die vermeintliche kulturelle Unterlegenheit der kolonisierten Bevölkerungen. Die kolonialen Machtverhältnisse spiegelten sich deshalb oft in den Abbildungen wider. Doch wenn man etwas genauer hinsieht, zeigen sich neue, teilweise unerwartete Interpretationsmöglichkeiten.

Der Vortrag findet pandemiebedingt - anders als ursprünglich angekündigt - digital statt.

Anmeldung bis 19.1., 13 Uhr:
anmeldung@remove-this.gev-foerderverein.de

Einen Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung.

Gebühr:
Nicht-Mitglieder bitten wir um eine Spende in Höhe der üblichen Eintrittsgebühr von EUR 6,- bzw. ermäßigt EUR 4,-. Wir freuen uns auf Ihre Überweisung auf unser Konto:

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.
Konto: IBAN DE46 6005 0101 0002 0463 16

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Werkstattgespräch für Eltern und Jugendliche ab 13 | Sonderausstellung



Wie kamen die Figuren, Bilder, Masken oder Alltagsdinge ins Museum? Sind sie Raubgüter, Kriegsbeute, Reisemitbringsel, Erinnerungsstücke? Oder wurden sie für das Museum angefertigt und gekauft? Wir überlegen, was alles mit der Idee des Sammelns verbunden ist, und erfahren, welche Interessen vor 100 Jahren damit verbunden waren. 

Gebühr: EUR 5,- zzgl. Eintritt in die Sonderausstellung
Anmeldung bis 20.1.: Tel. 0711.2022-579, fuehrung@remove-this.lindenmuseum.de

Vortrag - digital |



Herausforderungen der Stadtentwicklung zwischen Kiez und Metropole

Referent: Prof. Dr. Christian Krajewski, Universität Münster

Seit der Wiedervereinigung 1990, mit der das rund 40 Jahre geteilte Berlin wieder zur Hauptstadt wurde, vollzieht sich in der heute wieder auf 3,77 Mio. Einwohner gewachsenen größten Stadt Deutschlands ein umfassender urbaner Transformationsprozess. Der Wandel hat Berlin zu einer der „hippsten“ und attraktivsten Städte Europas werden lassen. Der Vortrag analysiert aktuelle Stadtentwicklungen.

Der Vortrag findet pandemiebedingt - anders als ursprünglich angekündigt - digital statt.

Anmeldung bis 26.1., 13 Uhr:
anmeldung@remove-this.gev-foerderverein.de

Einen Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung.

Gebühr:
Nicht-Mitglieder bitten wir um eine Spende in Höhe der üblichen Eintrittsgebühr von EUR 6,- bzw. ermäßigt EUR 4,-. Wir freuen uns auf Ihre Überweisung auf unser Konto:

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.
Konto: IBAN DE46 6005 0101 0002 0463 16

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag - digital | Sonderausstellung


Dauerausstellung  des Museums Haarlem, 1871 - 1923. Sammlung Nationaal Museum van Wereldculturen. Coll.no. TM-60040435


Referentin: Johanna Strunge, Universität Göttingen

Warum befinden sich unscheinbare Produkte wie Lebensmittel und Rohstoffe in Museen? Wieso gab es in Kolonialmuseen Räume voller tropischer Hölzer und wer besuchte ein Zuckermuseum? Über Gewerbeausstellungen und (Geschäfts-)Reisende landeten die Waren aus der Ferne im Museum. Der Vortrag folgt den Waren ins Museum, beleuchtet ihre Präsentation und fragt, was das mit Kolonialgeschichte zu tun hat.

Der Vortrag findet pandemiebedingt - anders als ursprünglich angekündigt - digital statt.

Anmeldung bis 2.2., 13 Uhr:
anmeldung@remove-this.gev-foerderverein.de

Einen Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung.

Gebühr:
Nicht-Mitglieder bitten wir um eine Spende in Höhe der üblichen Eintrittsgebühr von EUR 6,- bzw. ermäßigt EUR 4,-. Wir freuen uns auf Ihre Überweisung auf unser Konto:

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.
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In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag - digital |



Die weitreichenden Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf Flüsse weltweit


Referentin: Prof. Christiane Zarfl, Universität Tübingen

Flüsse sind einzigartige Ökosysteme, die Landschaften miteinander "verknüpfen" und Lebensraum für eine besondere Vielfalt aquatischer Lebewesen bieten. Gleichzeitig werden diese Ökosysteme auch vom Menschen genutzt und, bewusst oder unbewusst, verändert, sei es zur Wassernutzung für Trinkwasser, Bewässerung oder Kühlung, zur Erzeugung erneuerbarer Elektrizität, als Nahrungsquelle, Transportweg oder zur Erholung. Doch welche Konsequenzen haben diese Veränderungen für den Fluss? Und wie ließe sich eine Nutzung "nachhaltiger" gestalten? Der Vortrag berücksichtigt Studien von einzelnen Flüssen, aber auch weltweite Analysen, und soll zur weiteren Diskussion anregen.

Der Vortrag findet pandemiebedingt - anders als ursprünglich angekündigt - digital statt.

Anmeldung bis 9.2., 13 Uhr:
anmeldung@remove-this.gev-foerderverein.de

Einen Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung.

Gebühr:
Nicht-Mitglieder bitten wir um eine Spende in Höhe der üblichen Eintrittsgebühr von EUR 6,- bzw. ermäßigt EUR 4,-. Wir freuen uns auf Ihre Überweisung auf unser Konto:

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.
Konto: IBAN DE46 6005 0101 0002 0463 16

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Ausstellungseröffnung | LindenLAB



Präsentation des Studiengangs Intermediales Gestalten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

In öffentlichen Sammlungen, Archiven und Museen werden politische Perspektiven (re-)konstruiert und geformt, um Strukturen und Inhalte für die Vermittlung von Geschichte bereitzustellen. Dabei entstand über Generationen ein eurozentrischer Wissenskanon, der von Studierenden der ABK Stuttgart in einer Ausstellung kritisch und künstlerisch befragt wird.

Für ihre künstlerisch-wissenschaftliche Forschung setzen sich die Studierenden seit dem Sommersemester 2021 mit ausgewählten (virtuellen) Sammlungskonvoluten und den Räumlichkeiten unseres Museums auseinander. Die Ausstellung im LindenLAB zeigt künstlerische und vermittlerisch-experimentelle Arbeiten und Ansätze als neue Möglichkeiten und Perspektiven für die Vermittlung von Geschichte und Gegenwart im musealen Kontext.

re-explore / re-write 2 wird geleitet von Professorin Antonia Low (ABK Stuttgart) und der Künstlerin Luise Schröder, in enger Zusammenarbeit mit Henrike Hoffmann vom LindenLAB des Linden-Museums.

Die Ausstellung ist von 17. Februar bis 27. März 2022 zu sehen.

Eine Kooperation von:

            

Mit freundlicher Unterstützung:



 

Vortrag | Orient


Sibirien und das Linden-Museum eine kritische Würdigung

Referentin: Dr. Annette Krämer, Linden-Museum Stuttgart

Die Sibirien-Sammlungen des Linden-Museums sind nicht in den Dauerausstellungen vertreten. Doch durch internationale Kooperationen und die Ausstellung „Schamanen Sibiriens: Magier, Mittler, Heiler“ (2008/09) fanden sie in den letzten Jahren verstärkt Beachtung. Mehrere hundert Objekte aus Jakutien bilden den Kern der Sammlungen, ergänzt durch einen kleinen Fotobestand. Der Vortrag beleuchtet den historischen Hintergrund nicht nur von Graf von Lindens Interesse an Sibirien, problematisiert Erwerbskontexte und fragt nach der Bedeutung der Sammlungen aus heutiger Sicht.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Künstler*innengespräch |


© Antú Martín


Gespräch mit der Autorin und Künstlerin Giuliana Kiersz über ihren Audioguide "Un museo"

Was verbirgt sich hinter einem Objekt, hinter einem Ausstellungsraum, hinter einem Museum, hinter einer Stimme? Die argentinische Autorin und Künstlerin Giuliana Kiersz, 2020/21 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude, hat mit Un museo einen poetischen und feministischen Audioguide geschaffen. Er speist sich aus Begegnungen und Interviews mit Menschen, die im Linden-Museum arbeiten, und spricht über die Sammlungen und die Ziele des Museums. Un museo bedient sich des Formats Audioguide, das Wahrheit vermitteln soll und oft Hierarchien abbildet, um es in einen feministischen Raum zu verwandeln. In diesem kann über die Rolle von Museen in postkolonialen Zeiten nachgedacht werden: Was sagt ein Museum über die Gesellschaft aus, in der es existiert?

Im Gespräch erzählt Giuliana Kiersz über das Konzept ihres Audioguides, den sie 2021 für unser Museum entwickelt hat.

Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

Eintritt frei
Reservierung:
Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Der Audioguide entstand mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.



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Talk with the author and artist Giuliana Kiersz about her audio guide "Un museo"

What lies behind an object, behind an exhibition hall, behind a museum, behind a voice? Argentine author and artist Giuliana Kiersz, 2020/21 fellow at Akademie Schloss Solitude, has created Un museo, a poetic and feminist audio-guide for thinking the Linden-Museum. It was written from encounters and interviews with people working at the institution around the status of the collections and the aims of the Linden-Museum. Un museo takes the format of an audio-guide that often creates a sense of truth and displays a hierarchy to transform it from and into a feminist space where to reflect on the role of museums in post-colonial times. It raises the question: What does a museum say about the society where it exists?

Giuliana Kiersz talks about the concept of her audio guide, which she developed for our museum in 2021.

The talk will be held in English.

Free admission
Reservation:
Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

The audio guide was kindly supported by the "Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V."

Gespräch | Sonderausstellung



Über die Zukunft des Linden-Museums

Gespräch mit Prof. Dr. Inés de Castro


Politik und Medien sprechen zunehmend von einem Neubau des Linden-Museums. Warum ist dies unbedingt erforderlich und wie soll das neue Museum aussehen? Wofür steht das Museum und welche Rolle könnte es in der Stadtgesellschaft spielen? Welche Erwartungen haben Sie als künftige Besucher*innen?

Direktorin Prof. Dr. Inés de Castro präsentiert erste Überlegungen zum Neubau und diskutiert mit Ihnen in kleiner Runde über Herausforderungen, Möglichkeiten und Wünsche. Diskutieren und gestalten Sie mit!

Keine Gebühr
Anmeldung bis 21.2.: Tel. 0711.2022-579, fuehrung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist derzeit eine Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an. 

Vortrag | Ozeanien


Referentin: Prof. Dr. Elfriede Hermann, Universität Göttingen

Im 19. Jahrhundert warb der chilenische Staat deutsche Handwerker an, die das 1883 neu von Chile eroberte Gebiet der Araukania bewirtschaften, die indigene Bevölkerung „zivilisieren“ und „befrieden“ sollten. Das Verhältnis zwischen den Mapuche, der größten indigenen Gruppe Chiles, und den deutschen Siedler*innen entwickelte sich unterschiedlich. Einerseits gibt es friedliche Koexistenz, andererseits aber auch gewalttätige Auseinandersetzungen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Werkstattgespräch für Eltern und Kinder ab 13 | Sonderausstellung



Welche Verzerrungen entstehen, wenn die Erdkugel auf einer flachen Karte abgebildet wird? Wer bestimmt, welche Länder ins Zentrum gerückt werden? Wie hängen der globale Norden und Süden mit der Kolonialgeschichte zusammen? Wir beschäftigen uns mit Sichtweisen und besprechen Wirkungen und Bedeutung von Karten und sowie von historischen Bildern und Fotografien in der Sammlung des Linden-Museums.

Gebühr: EUR 5,- zzgl. Eintritt in die Sonderausstellung
Anmeldung bis 24.3.:
Tel. 0711.2022-579 (Di - Do, 9.30 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr. Schulferien: nur Do.)
fuehrung@remove-this.lindenmuseum.de

 

Vortrag |



Referent*innen:Dr. Harald Neidhardt, Dr. Joachim Eberle und Studierende, Universität Tübingen

Vorgestellt werden Impressionen und Ergebnisse der Slowenien-Exkursion 2021. Bei diesem etwas anderen Vortragsformat werden vor allem studentische Teilnehmer*innen zu verschiedenen Themen referieren. Neben den vielfältigen naturräumlichen und geoökologischen Besonderheiten des kleinen Alpenlandes, geht es dabei auch um Mensch-Umwelt-Aspekte wie etwa aktuelle Probleme Sloweniens im Spannungsfeld von traditioneller Landnutzung, Naturschutz und Tourismus. Es wird auch ausreichend Zeit für eine intensive Diskussion mit den Besucher*innen des Vortrags bleiben.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Ozeanien



Die neue Ausstellung


Referent: Dr. Ulrich Menter, Linden-Museum Stuttgart

Die pazifische Inselwelt wurde und wird vom Leben mit dem Meer geprägt: Hier war das Wasser niemals eine Barriere, der grenzenlose Ozean ermöglichte vielmehr Verbindungen zwischen weit voneinander entfernt lebenden Gesellschaften. Der Vortrag richtet den Blick auf Ozeanien, vertieft einzelne Themen der Ausstellung und gibt darüber hinaus Einblicke in die Entstehung der Stuttgarter Ozeanien-Sammlungen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |



Referent: Prof. Dr. Marcus Nüsser, Universität Heidelberg

Bereits der Gebirgsname, der sich als Wohnsitz (ālaya) des Schnees (hima) aus dem Sanskrit ableitet, verweist auf die Schlüsselfunktion der Gletscher und Schneedecken als Wasserspeicher für die dicht bevölkerten Tiefländer Südasiens. In den trockenen Gebirgsabschnitten wird der Schmelzwasserabfluss für den Bewässerungsfeldbau genutzt, wobei der Klimawandel weitreichende lokale Anpassungsmaßnahmen erforderlich macht. Im Vortrag werden diese sozio-hydrologischen Zusammenhänge an unterschiedlichen Fallbeispielen diskutiert.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | LindenLAB Lateinamerika



Die deutsche Auswanderung nach Süd-Chile und deren Konsequenzen für die Mapuche


Referentin: Dr. Doris Kurella , Linden-Museum Stuttgart

Im 19. Jahrhundert warb der chilenische Staat deutsche Handwerker an, die das 1883 neu von Chile eroberte Gebiet der Araukania bewirtschaften, die indigene Bevölkerung „zivilisieren“ und „befrieden“ sollten. Das Verhältnis zwischen den Mapuche, der größten indigenen Gruppe Chiles, und den deutschen Siedler*innen entwickelte sich unterschiedlich. Einerseits gibt es friedliche Koexistenz, andererseits aber auch gewalttätige Auseinandersetzungen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |


In diesem neuen Format berichten ausgewählte Nachwuchsforschende über ihre Forschungsergebnisse. Die Auswahl der Referent*innen erfolgt durch eine Kommission aus Mitgliedern der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V. Vortragende und Themen stehen erst im April fest und werden hier veröffentlicht.     

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis Mittwoch vor der Veranstaltung, 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie die aktuell geltenden Richtlinien zu COVID-19.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.