Veranstaltungsprogramm

Gespräch | Afrika



Rückblick auf die Summer School mit namibischen und deutschen Studierenden

Im Rahmen der Namibia-Initiative des Landes Baden-Württemberg haben sich Studierende der University of Namibia und der Universität Tübingen im Linden-Museum Stuttgart zwei Wochen lang gemeinsam mit dem postkolonialen Museum beschäftigt: Wie sind frühe Museumssammlungen entstanden? Wie begegnet man Objekten aus kolonialen Gewaltkontexten? Wie können wir heute durch Studierendenaustausch und gemeinsames Forschen über Kontinente hinweg neue Fragen stellen und zukunftsweisende Antworten finden? Diese und andere Fragen diskutieren sie gemeinsam mit ihren Dozierenden und mit Museumsvertreter*innen aus Windhoek und Stuttgart in einem öffentlichen Podiumsgespräch.

Grußwort: Dr. Margret Frenz, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Eintritt frei
Ohne Anmeldung

Nähere Informationen zur Namibia-Initiative

       


 

Führung | Süd-/Südostasien



Mit Helena Cing Deih Sian

In Zeiten des politischen Wandels setzt sich Helena Cing Deih Sian mit der heutigen Bedeutung des baukulturellen Erbes in Yangon/Myanmar auseinander. Sie untersucht dabei die Beziehung zwischen der räumlichen Umwelt und der politischen Entwicklung.

In der Ausstellung erzählen Zeitzeug*innen von 14 Orten in Yangon. Diese Orte wurden in den ideologischen Narrativen der Militärdiktatur ausgeblendet und in ihrer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Baukultur und des Städtebaus nicht beachtet. Die bislang noch nicht erzählten Geschichten über diese Orte sind Gegen-Narrative der zivilen Bemühungen um Demokratie und Freiheit.  Diese Orte zeichnen sich als „inoffizielle Kulturerbe-Stätten“ ab und unterstreichen die Dringlichkeit nach der Frage, wer Anspruch darauf hat, darüber zu verfügen. Müssen es Spezialist*innen sein oder dürfen auch Menschen ohne Fachkenntnisse mitsprechen? Was kann bleiben und was wird abgerissen?

Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Diskurs um das umkämpfte baukulturelle Erbe.  Mit dem Ziel der Etablierung einer Erinnerungskultur für Yangon lädt Helena Cing Deih Sian Besucher*innen ein, sich zu beteiligen und ihre Gedanken einzubringen. Die Wanderausstellung wird nach der Station in der Süd-/Südostasien-Abteilung des Linden-Museums in Städten mit großer myanmarischer Diaspora gezeigt: Frankfurt, Berlin und Hamburg.

Helena Cing Deih Sian, geboren 1994 in Kalay/Myanamar, studierte bis April 2022 an der Universität Stuttgart Architektur und Stadtplanung. Die Ausstellung ist Thema ihrer Abschlussarbeit.

Gebühr: EUR 4,-/3,- inkl. Dauerausstellung

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit:

   

Performance | Süd-/Südostasien



Die Erfahrungen der letzten zwei Jahre mit der Pandemie, die Herausforderungen des Klimawandels, ein Erstarken von Populismus, die weltweite Ausbreitung autoritärer Strukturen, Krieg in Europa, die Aushöhlung demokratischer Werte, eine eskalierende Diskussionskultur – diese Zuspitzungen erforschen asiatische und europäische Performance-Künstler*innen in „Freiheit – Regeln“. Das individuelle Erleben von Freiheitseinschränkungen wird ebenso beleuchtet wie die Verantwortung für eine Gemeinschaft, die Identifikation mit Werten und das Ablehnen von Normierungen. Schließlich muss die Balance zwischen individueller Selbstentfaltung und einem allgemein akzeptierten Regelwerk immer wieder neu austariert werden – und in der Kunst reflektiert und hinterfragt werden.

Beteiligte Künstler*innen:
Laura Conte, Deutschland / Frank Fierke, Deutschland / Snežana Golubović, Deutschland / Andreas Hoffmann, Deutschland / Mariya Hoyin, Ukraine / Yeon Jeong, Korea / Ko Latt, Myanmar/Frankreich / Conny Maas, Deutschland / Satadru, Indien / Evamaria Schaller, Österreich / Paul Siemt, Deutschland / Padungsak Kochsomrong (Arjan Toi), Thailand / Volodymyr Topiy, Ukraine / Yadanar Win, Myanmar/Frankreich / Jenny Winter Stojanovic, Deutschland

Eintritt frei
Ohne Anmeldung

Im Rahmen des Festivals „Echt Jetzt! 2022“

Programm mit Biografien der Künstler*innen