Veranstaltungsprogramm

Fashion Show mit Erzählungen |



Eine Veranstaltung von Future Fashion und Ars Narrandi e. V.


Die Modenschau mit fairen und Secondhand-Kleidern wird von einem lebendigen Geschichtengewebe begleitet: Zeitlose Geschichten aus verschiedenen Traditionen und aktuelle Informationen über umweltgerechte Stoffherstellung und Kleiderproduktion wechseln sich ab.

Erzählungen: Katharina Ritter und Erzähler*innen von Ars Narrandi
Musikalische Umrahmung: Uwe Kühner, Percussion


Future Fashion ist eine Initiative für nachhaltige Textilien und bewusstes Konsumverhalten in Baden-Württemberg. Slow Fashion erobert mehr und mehr den Mainstream, zahlreiche Eco und Fair Fashion Labels erreichen eine stetig wachsende Anhängerschaft. Stoff- und Kleiderhersteller sowie Modemachende sind verstärkt aufgefordert, sozial- und umweltgerecht zu produzieren, und wir, nachhaltiger zu konsumieren.

Ars Narrandi e.V. bringt Erzähltraditionen und Geschichten von heute für morgen zusammen.

Empfang: 18.30 Uhr mit Expert*innen von Future Fashion und Erzähler*innen  von Ars Narrandi e. V.
Beginn der Veranstaltung: 19 Uhr

Eintritt: EUR 10,-/5,-
Reservierung: anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist derzeit eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

         

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart

   

Vortrag und Gespräch | Sonderausstellung

    

Die Rolle christlicher Missionsgesellschaften im Zeitalter des Kolonialismus

Mit Dr. Bernhard Dinkelaker und Dr. Margret Frenz

Moderation: Pfarrer Eberhard Schwarz (Evangelische Kirche in der City) und Roland Weeger (Katholisches Bildungswerk Stuttgart)


Die moderne christliche Missionsbewegung (16. bis 20. Jahrhundert) ist Teil der Geschichte europäischer kolonialer und imperialer Expansion. Das Verhältnis zwischen Missionsorganisationen und kolonialen Institutionen war jedoch immer vielschichtig. Ob Kooperation, Konkurrenz oder Konflikte, der Vortrag spürt den Brüchen nach und schildert beispielhaft, unter welchen Voraussetzungen Mission „westliche“ Hegemonie reproduzierte oder aber alternative Spielräume eröffnete. Entscheidende Faktoren hierfür waren, neben den politisch-ökonomischen Machtverhältnissen, die Rolle einheimischer, lokaler Akteur*innen und Sprachen ("local agency"‘).

Impulsvortrag:
Dr. Bernhard Dinkelaker, ev. Theologe, von 1996 bis 2012 Generalsekretär von Evangelische Mission in Solidarität (ems), mehrjährige Tätigkeit in Ghana, Gastdozent an theologischen Hochschulen in Kamerun und Indien

Anschließend Gespräch mit:
Dr. Margret Frenz ist Heisenberg-Stelleninhaberin am Historischen Institut der Universität Stuttgart. Sie forscht zu unterschiedlichen sozialen Positionen in kolonialen und post-kolonialen Kontexten sowie Lebenserinnerungen von Menschen während und nach dem Ende der Kolonialzeit.

Gebühr: EUR 8,-/6,-
Anmeldung: Kath. Bildungswerk, Tel. 0711.7050600, info@remove-this.kbw-stuttgart.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist bei Veranstaltungen eine Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

In Kooperation mit der Evangelischen Kirche in der City und dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart

          

 

Erzähltheater |



Eine Erzähltheatervorstellung auf Kurdisch, Arabisch und Deutsch

Von und mit Hakaya 2.0: Annika Füser & Mohammed Kello


König Horst sitzt auf seinem Thron und überblickt sein Reich, das sich in Ordnung und Ruhe unter seinem Blick erstreckt. König Horst liebt seine Ordnung …

Doch plötzlich beginnen die Berge um sein Reich zu erzittern. Die Erde bebt. Ein riesiger Spalt bricht auf und Menschen strömen herein. Sie schwingen bunte Fahnen, schreien und singen  - und sie erzählen. Sie erzählen ihre Geschichten: Siname, der der Kopf raucht vor Sorgen, Maria, die den Pfarrer hereingelegt hat, und die palästinensische Prinzessin, die es schaffte, die Sonne einzufangen.

Sie alle haben ihre Geschichten des Widerstands dabei.

Hakaya 2.0 sind:

Annika Füser (* Köln, 1988) erzählte schon mit 7 ihrem kleinen BruderGeschichten. Jetzt ist sie freie Erzählerin, Performerin und Regisseurin in Berlin. Sie studierte Theaterpädagogik und Künstlerisches Erzählen bei Ragnhild Mørch an der UDK Berlin.

Mohammed Kello (* Afrin /Syrien, 1993) erbte das Erzählen und viele Geschichten von seiner Oma. Er ist Schauspieler beim Club Al-Hakawati, arbeitet als Übersetzer und ist seit Januar 2019 Teilnehmer des Zertifikatskurs Künstlerisches Erzählen an der UDK Berlin.

Mohammed Kello und Annika Füser arbeiten beide im Community Theater X in Berlin-Moabit und stehen seit 2017 zusammen erzählend auf der Bühne. Dies ist ihr erstes gemeinsames Programm als Hakaya 2.0.

Dauer: 50 Min.

Eintritt: EUR 10,-/8,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist derzeit eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

In Kooperation mit Ars Narrandi e. V.

         

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart

   

Intervention | Sonderausstellung



Intervention von theater.prekariat in der Ausstellung „Wo ist Afrika?“


Die Intervention setzt sich mit der Enteignung und Verlegung der Duala in Duala/Kamerun in den Jahren 1912/13 unter der deutschen Kolonialherrschaft auseinander. Die Performance basiert auf Protokollen des deutschen Reichstags in Berlin – Aktenstück Nr. 1576 – aus den Jahren 1912/13 sowie auf Petitionen der Duala gegen das gewaltsame und rassistische Vorgehen der deutschen Kolonisatoren.

Die Intervention erstreckt sich über drei Stationen im Museum. Die Performer*innen nehmen die Positionen von Regierungsbeamten, Kolonialverwaltungsbeamten und der einheimischen Bevölkerung (Duala) ein. In einer Lecture Performance werden die unterschiedlichen Positionen bezüglich der Enteignung der Duala und der „Aneignung“ ihres Grund und Bodens durch die deutsche Kolonialmacht verhandelt.

Zitat aus der Lecture Performance:

„Das Recht der Enteignung ist für die afrikanischen Schutzgebiete wie folgt geregelt: Die Enteignung ist zulässig, "aus Gründen des öffentlichen Wohles" für Unternehmen, deren Ausführung die Ausübung des Enteignungsrechts erfordert. Unternehmer können das betreffende Schutzgebiet, aber auch Einzelpersonen oder Gesellschaften sein, denen das Enteignungsrecht verliehen wird. Gegenstand der Enteignung sind das Eigentum und alle sonstigen Rechte an Grundstücken, das Bergwerkseigentum und das Recht der Besitzergreifung an herrenlosem Land.“

Performance: Magda Agudelo, Pia Becker, Ayman Ali Dib, Sonja Eberhardt, Kerstin Jung, Marie Launay, Doris Lindner, Kerstin Steglich, Michael Wörner, Mohamad Younes

Konzept/Regie: Adelheid Schulz 

Das 2015 von der Regisseurin Adelheid Schulz gegründete Label theater.prekariat entwickelt theatrale Diskursproduktionen zu den Koordinaten Stadt - Raum - Mensch. Der Ansatz von theater.prekariat ist partizipativ. Das internationale Ensemble setzt sich aus professionellen Künstler*innen und Expert*innen des Alltags zusammen. Seit 2016 ist theater.prekariat ein eingetragener gemeinnütziger Verein.

Dauer der Intervention: jeweils ca. 40 Minuten

Eintritt: EUR 5,- inkl. Eintritt in die Ausstellung "Wo ist Afrika?"
Anmeldung: anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist derzeit eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Im Rahmen von:

Werkstattgespräch | Sonderausstellung



Diskutieren Sie mit:

Luigi Pantisano, Gemeinderat, Architekt und Stadtplaner

Miriam Sardina, Literaturwissenschaftlerin und Dialogmoderatorin im Projekt „Hallo Demokratie“ der Integrationsabteilung der Landeshauptstadt Stuttgart

Mike Schattschneider, Leiter der Museumsvermittlung des Linden-Museums Stuttgart

Kafalo Sékongo, Lehrer sowie Dozent für politische Bildung und Fachpromotor für internationale Bildungspartnerschaften

Moderation: Paulino Miguel, Forum der Kulturen Stuttgart


Unsere Gesellschaft ist weiterhin geprägt vom kolonialen Erbe. Seine rassistischen Denkmuster sind, trotz bürgerlicher Bewegungen und Proteste, wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dabei wird meist über die Betroffenen und nicht mit ihnen geredet. In welchen Formen wird Alltagsrassismus erlebt? Welche Gesellschaft sind wir und welche möchten wir sein? Und welche weiteren Schritte sind notwendig?

Eintritt: EUR 5,-/3,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist bei Veranstaltungen eine Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Vortrag |



Referent: Prof. Dr. Wolf Dieter Blümel, Universität Stuttgart

Vor etwa 10.000 Jahren entwickelte sich regional die auf Ackerbau und Viehzucht basierende Lebensform der Sesshaftigkeit. Sie ist Grundlage der zivilisatorischen und technologischen Weiterentwicklung, die vor allem in den globalen Waldgebieten um sich greift. Es wird beispielhaft der Weg der zunehmenden, oft gravierenden Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt nachgezeichnet – bis hin zu Fragen der Überbevölkerung und Tragfähigkeit, der globalen Erwärmung, der gigantischen Waldvernichtung oder des Biodiversitätsverlustes.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis 10.11., 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Sonderausstellung


Pater Alexander Hanisch


Fotografien und andere Objektassemblagen als Vorstellungsräume der Kolonialzeit zwischen Religion, Wissenschaft und Exotik

Referent: Dr. Christoph Rippe, Linden-Museum Stuttgart

Im ausgehenden 19. Jahrhundert bedienten sich christliche Missionare unterschiedlicher Konfessionen und Wirkungsgebiete aller verfügbarer Medien, um ihre Propagandamaschinerien so effizient wie möglich zu gestalten. Dieser Vortrag verfolgt an einigen Beispielen die Bewegungen, Intentionen und Bedeutungsveränderungen von Texten, “ethnografischen” Objekten und Fotografien, temporären Ausstellungen und permanenten Museen, genauso wie Theater und Film zwischen dem deutschsprachigen Raum und dem südlichen Afrika.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis 17.11., 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Klavierkonzert |



Im Rahmen von "Made in Stuttgart"


Als sich Marko Mrdja mit seinen Wurzeln auseinandersetzte, führten sie ihn zur serbischen Volksmusik. Er erforschte die geistliche und weltliche Musik Serbiens nach authentischen Melodien, Harmonien und Rhythmen. Bis heute fließen Aspekte der traditionellen Musik Serbiens, aber auch aus der südosteuropäischen und indischen Musik, der klassischen und zeitgenössischen Musik und des Jazz in seine Arbeit ein. Bei der Improvisation entstehen unbewusste Entscheidungen, die eine Mischung der Einflüsse beinhalten. Mrdjas Ziel ist es, das Ineinanderfließen dieser unterschiedlichen Einflüsse über den musikalischen Moment zu einer Einheit zu verschmelzen.

Das sagt die Jury: "Marko Mrdja schafft durch seine Klavierimprovisationen ganz neue Klänge auf diesem Instrument. Seine Musik ist eine Vereinigung verschiedenster Musikrichtungen in einem zerbrechlichen Moment. Er verarbeitet bewusst seine frühen Erfahrungen mit der serbischen Volksmusik und kombiniert diese durch sein gekonntes Klavierspiel mit modernen Einflüssen." (Lisa Hessenthaler)

Tickets: EUR 10-/7,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de



 

 

 

     

Vortrag |



Referent: Prof. Dr. Volker Hochschild, Universität Tübingen

Wir alle kennen Google Earth als wunderbare Möglichkeit bekannte regionale oder interessante entfernte Landschaften und Städte aus der Vogelperspektive zu beobachten. Was aber steckt hinter satellitengestützter Fernerkundung, welchen Mehrwert können die in der Vergangenheit sehr teuren Sensorsysteme für die Erdbeobachtung liefern? Der Vortrag wird einen generellen Überblick über Anwendungsmöglichkeiten aber auch Limitierungen der Fernerkundung bieten.

Vor dem Vortrag wird der Geographie-Sonderpreis der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V. an fünf Abiturient*innen verliehen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis 1.12., 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Tanz |



Performance von Sawako Nunotani und Nestor Gahe

Kann man Farben denken, fühlen, hören?

„Night of Experiment – Colors“ setzt sich mit der Bedeutung von Farbe in unserem Leben auseinander. Die Tanzperformance hat dadurch einen direkten Bezug zu den Farben unserer Haut: Welche Rolle spielen Farben für die Wahrnehmung unserer selbst und der Welt um uns herum?

Die erste Szene, „Monochrome“, ist inspiriert von der Kalligrafie. In dieser Szene werden die Spuren von den Tänzer*innen thematisiert: „Unsere Spuren treffen im Raum auf Farben. Wir stehen immer im Dazwischen: Weiß und Schwarz, Dunkelheit und Helligkeit, abstrakt und konkret.“

Die zweite Szene, „Chiaroscuro“, spiegelt unsere inneren Emotionen.
„Wir können die Dunkelheit nur erkennen, wenn wir Helligkeit kennen. Dunkelheit und Helligkeit sind nicht nur physikalische Phänomene. Wir sagen: Das ist eine innere Bewegung unter unserer Haut. Wir suchen danach, wie unser Körper gezeigt wird, was wir unter der Haut fühlen, was unsere Emotionen in Bewegungen tun, wie wir uns innerlich berühren können zwischen unseren Unterschieden.“
 
Chiaroscuro ist ein italienisches Wort und bedeutet: hell-dunkel. In der Kunst ist es ein Begriff, der sich auf den Kontrast zwischen hell und dunkel bezieht. Techniken, die es verwenden, sind die Hell- und Dunkelmethode und die Schattierungsmethode.
 
Sawako Nunotani und Nestor Gahe arbeiten seit 2016 zusammen. Sie haben einen unterschiedlichen kulturellen und körperlichen Hintergrund. Gemeinsam kreieren sie eine universell lesbare Sprache.

Im Anschluss findet ein offenes Gespräch mit dem Publikum statt.

Tanz/Choreografie: Sawako Nunotani, Nestor Gahe
Sound/Musik: Kayoko Arisato, Takashi Tajima
Assistentin: Tiina Kern

 
Dauer: ca. 30 Min.

Eintritt: EUR 15,-/10,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist bei Veranstaltungen eine Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Reservierung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Werkstattgespräch | Sonderausstellung



Mit Dr. Lima Sayed und Faisal Osman
Moderation: Andreas Vogel


Der White Savior ist ein beliebtes Stereotyp in amerikanischen Filmen: Weiße retten Schwarze Menschen aus einer Notlage. Dabei wird unterstellt, dass Schwarze Menschen außerstande seien, sich selbst zu helfen. Abseits von Filmen existiert dieses Phänomen leider auch in der Realität – und nicht nur in den USA.

Die Amerikanistin Dr. Lima Sayed promovierte an der Universität Hamburg und der University of California, Riverside. 2019 erschien ihr Buch "Weiße Helden im Film: Der White Savior Complex - Rassismus und Weißsein im US-Kino der 2000er Jahre". Als Trainerin, Coach und forschende Aktivistin arbeitet sie daran, das Thema Rassismus transparent und zugänglich zu machen. Faisal Osman von der Black Community Foundation schildert, wie sich der White Savior im Stuttgarter Alltag zeigt.

Eintritt frei
Reservierung:anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Bitte beachten Sie: Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist bei Veranstaltungen eine Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

In Kooperation mit:



 

Vortrag | Süd-/Südostasien


Referentin: Lisa Priester-Lasch M.A. , Linden-Museum Stuttgart

Die Herstellung von göttlichen Speisen in einer der größten hinduistischen Pilgerstätten Indiens steht im Zentrum dieses Vortrages. Im Rahmen eines einjährigen Forschungsaufenthaltes in der ostindischen Stadt Puri hat die Ethnologin das Speiseritual und die Bedeutung der Speisen im Leben der Menschen untersucht - die Götterspeisen offenbaren dabei in besonderer Weise die Weltanschauung der Gläubigen, ihre Beziehungen zu Welt und deren Göttern.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis 8.12., 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |



Marktorientierung, Umweltbelastung, Nachhaltigkeit, Klimawandel
Agrarräumliche Veränderungen an Beispielen der Niederlande

Referent: Prof. Dr. Peter Pez, Leuphana Universität Lüneburg

Tomaten aus Holland – geschmacksfader Inbegriff niederländischer Treibhausproduktion; Tulpen aus Amsterdam farbenfrohe Frühjahrsbotschaft schon im Januar – wer kennt sie nicht, die Stereotypen der gartenbaulichen Kultur unseres Nachbarlandes? Licht und Schatten, Vorbildfunktion und abschreckendes Beispiel liegen dicht beieinander in einem Land, das ohnehin mit vielen Dichtesuperlativen aufwarten kann, auch außerhalb der Landwirtschaft (Bevölkerungs- und Autobahndichte, Fahrrädermassen u. v. m.). Der Vortrag will einen Einblick geben in geographische Strukturen und Wirkfaktoren, die die Niederlande teils zum Musterknaben wirtschaftlicher Prosperität haben werden lassen, teils im Sinne der Nachhaltigkeit Probleme schaffen, mit deren Bewältigung sich das Land schwertut. Und darin gibt es viele Parallelen zu Deutschland.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis 12.1., 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |



Herausforderungen der Stadtentwicklung zwischen Kiez und Metropole

Referent: Prof. Dr. Christian Krajewski, Universität Münster

Seit der Wiedervereinigung 1990, mit der das rund 40 Jahre geteilte Berlin wieder zur Hauptstadt wurde, vollzieht sich in der heute wieder auf 3,77 Mio. Einwohner gewachsenen größten Stadt Deutschlands ein umfassender urbaner Transformationsprozess. Der Wandel hat Berlin zu einer der „hippsten“ und attraktivsten Städte Europas werden lassen. Der Vortrag analysiert aktuelle Stadtentwicklungen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei
Anmeldung bis 26.1., 13 Uhr: gev@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.