Veranstaltungen

Afghanistan im Linden-Museum



Rundgang und Gespräch mit Dr. Annette Krämer und Jama Maqsudi

Das Linden-Museum bewahrt bedeutende Sammlungen aus Afghanistan, angefangen mit der Sammlung der Stuttgarter Badakhshan-Expedition 1962/63 über die Erwerbungen aus dem Bazar von Tashqurghan (heute: Kholm) bis hin zu Ankäufen und Schenkungen von historischen Objekten, etwa Marmorfragmente aus Ghazni und Metallarbeiten. All diese Sammlungen und ihre teils problematischen Erwerbskontexte erzählen auch viel über die deutsch-afghanischen Beziehungen im 20. Jahrhundert. In der Orient-Dauerausstellung sind zahlreiche dieser Objekte zu sehen.

Die Arbeitsgruppe „Entangled: Stuttgart – Afghanistan“ (LindenLAB 4) beschäftigte sich 2020/21 mit Fotografien der Badakhshan-Expedition. Sie bearbeitete ausgewählte Themen und verknüpfte die Aufnahmen mit Fragen, Gedanken, Informationen – aber auch mit Bedeutungen, und manchmal mit Erinnerungen. Arbeitsergebnisse des Projekts sind im LAB-Raum ausgestellt.

Ein Rundgang durch LAB-Raum und Dauerausstellung verbindet die Sammlungen und Präsentationen mit historischen Hintergründen der afghanisch-deutschen und internationalen Beziehungen. Dies führt in die Gegenwart: Im Anschluss an den Rundgang besteht die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch mit Jama Maqsudi und Annette Krämer – auch über die jüngsten, dramatischen Entwicklungen.

Kosten: ohne Führungsgebühr (nur Eintritt in die Dauerausstellung)
ohne Anmeldung

Werkstattgespräche in der Reihe „Ins Gespräch vertieft?“
So. 29.8., 14 bis 15.30 Uhr: Karl Graf von Linden - sein Netzwerk, seine Sammlung
So. 5.9., 14 bis 15.30 Uhr: Hinterfragung von Bildwirkungen und Wortbedeutungen
So. 12.9., 14 bis 15.30 Uhr: Koloniale Spuren - Stuttgart und das Linden-Museum