Veranstaltungsprogramm

Freitag, 10. Januar | 18.30 Uhr

Bodenerosion - Historische und Globale Betrachtung

Vortrag |




Referent:
Prof. Dr. Thomas Scholten, Universität Tübingen

 

Bodenerosion ist das größte Umweltproblem unserer Zeit. Etwa 2/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit ist davon in erheblichem Ausmaß betroffen. Direkte Schäden entstehen durch die Überflutung von Straßen, Wegen und Kellern mit Bodensedimenten ("Schlamm") und den über­mäßigen Eintrag von Schadstoffen und Nährstoffen in Flüsse und Seen, die dort z.B. zur Eutrophierung beitragen.

Das größte Risiko ist allerdings der unwiederbringliche Ver­lust des abgetragenen Bodens und die entsprechende Degradierung der betroffenen Flächen. Über längere Zeiträume betrachtet birgt dies die Gefahr einer Verknappung der Nahrungsmittelversorgung, denn weltweit werden weit über 90 % unserer Nahrungsmittel auf Böden produziert. Wir wissen heute, dass Bodenerosion bereits im Neolithikum auftrat, unmittelbar mit der Sesshaftwerdung des Menschen vor rund 11.000 Jahren und dem beginnenden Ackerbau. Dass heutzutage nicht mehr dagegen getan wird, verwundert.

Der Vortrag spannt einen Bogen von historischer Zeit bis zu aktuellen Entwicklungen in der Erosionsforschung und im Bodenschutz und versucht Hintergründe und kulturhistorische Zusammenhänge aufzuzeigen.

 

Eintritt: EUR 5,-/3,-/GEV-Mitglieder frei.

Nach Voranmeldung haben einzelne Klassen/Kurse mit ihren Lehrerinnen und Lehrern freien Eintritt

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V. (GEV)