Events

Dragon Days |



Im Rahmen des Dragon Days Festivals werden im Stile des "Literarischen Quartetts" vier fantastische Comics aus aller Welt und vier ausgewählte Biersorten vorgestellt. Das Publikum erfährt dabei viel Wissenswertes über Comic-Publikationen, -Geschichte und -Zeichner sowie Brauereien und Braukunst.

Vorgestellt wird unter anderem der Comic "Die Katze des Rabbiners" des gefeierten französischen Comic-Künstlers Joann Sfar, eine moderne Fabel, die Einblicke in die Kultur und Geschichte des Judentums gewährt. Die Katze des Rabbiners wurde mit zahlreichen Preisen wie dem "Max und Moritz" für den "Besten Autor" geehrt.

Kaum hat die Katze des Rabbiners den vorlauten Hauspapagei verputzt und eine menschliche Stimme erlangt, fängt sie an zu flunkern. Eine doppelzüngige Katze ist kein guter Umgang für die Rabbinerstochter Zlabya, deshalb soll der Vierbeiner ein Thorastudium beginnen.

Eintritt: EUR 5,-/3,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444 / anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Nähere Informationen: www.dragondays.de

In Kooperation mit:






Vortrag |

Unterwegs zwischen Europa, Südasien und Afrika

Referentin: Dr. Margret Frenz, Universität Stuttgart


"Beziehungsstatus: Es ist kompliziert": Dies trifft auch auf die in der Mission geknüpften Beziehungen zwischen Europa und anderen Kontinenten zu. Neben dem Anspruch des gleichberechtigten Austauschs steht die Durchsetzung des Überlegenheitsanspruchs europäischer Missionar*innen. Der Vortrag beleuchtet verschiedene Aspekte von Beziehungsgeschichte(n) der Mission.

Dr. Margret Frenz ist Heisenberg-Stelleninhaberin GloBe am Historischen Institut der Universität Stuttgart.

Eintritt: EUR 5,-/3,-/GEV-Mitglieder frei
Anmeldung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist eine Anmeldung und Erfassung der Personendaten erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen, Adresse und Telefonnummer an.

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Intervention | Afrika



Intervention von theater.prekariat in der Ausstellung „Wo ist Afrika?“

Die Intervention setzt sich mit der Enteignung und Verlegung der Duala in Duala/Kamerun in den Jahren 1912/13 unter der deutschen Kolonialherrschaft auseinander. Die Performance basiert auf Protokollen des deutschen Reichstags in Berlin – Aktenstück Nr. 1576 – aus den Jahren 1912/13 sowie auf Petitionen der Duala gegen das gewaltsame und rassistische Vorgehen der deutschen Kolonisatoren.

Die Intervention erstreckt sich über drei Stationen im Museum. Die Performer*innen nehmen die Positionen von Regierungsbeamten, Kolonialverwaltungsbeamten und der einheimischen Bevölkerung (Duala) ein. In einer Lecture Performance werden die unterschiedlichen Positionen bezüglich der Enteignung der Duala und der „Aneignung“ ihres Grund und Bodens durch die deutsche Kolonialmacht verhandelt.

Zitat aus der Lecture Performance:

„Das Recht der Enteignung ist für die afrikanischen Schutzgebiete wie folgt geregelt: Die Enteignung ist zulässig, "aus Gründen des öffentlichen Wohles" für Unternehmen, deren Ausführung die Ausübung des Enteignungsrechts erfordert. Unternehmer können das betreffende Schutzgebiet, aber auch Einzelpersonen oder Gesellschaften sein, denen das Enteignungsrecht verliehen wird. Gegenstand der Enteignung sind das Eigentum und alle sonstigen Rechte an Grundstücken, das Bergwerkseigentum und das Recht der Besitzergreifung an herrenlosem Land.“

Performance: Magda Agudelo, Pia Becker, Ayman Ali Dib, Sonja Eberhardt, Kerstin Jung, Marie Launay, Doris Lindner, Kerstin Steglich, Michael Wörner, Mohamad Younes

Konzept/Regie: Adelheid Schulz 

Das 2015 von der Regisseurin Adelheid Schulz gegründete Label theater.prekariat entwickelt theatrale Diskursproduktionen zu den Koordinaten Stadt-Raum-Mensch. Der Ansatz von theater.prekariat ist partizipativ. Das internationale Ensemble setzt sich aus professionellen Künstler*innen und Expert*innen des Alltags zusammen. Seit 2016 ist theater.prekariat ein eingetragener gemeinnütziger Verein.

Dauer der Intervention: jeweils ca. 40 Minuten