Events

Vortrag | Benin-Präsentation Afrika



Vortrag von Enotie Paul Ogbebor


Die Restitution der 1897 im Königreich Benin (Nigeria) erbeuteten Objekte ist in vollem Gange. Das Linden-Museum ist Mitglied der Benin Dialogue Group, die diesen Prozess seit Jahren vorbereitet und begleitet hat. Mit einer Präsentation im oberen Foyer zeichnen wir den Weg der Objekte ins Linden-Museum historisch nach, machen Meilensteine ihrer Rückführung nach Benin City sichtbar und stellen Perspektiven auf ihre Zukunft vor.

Zur Eröffnung dieser Präsentation spricht Enotie Paul Ogbebor. Er ist Künstler, Mitglied des Lenkungsausschusses der Benin Dialogue Group und Treuhänder des Legacy Restoration Trust. Sein Vortrag thematisiert u. a. die Bedeutung der Restitution für die Bewohner*innen von Benin City und wie die höfische Tradition in der Gegenwartskunst fortwirkt.

Grußwort: Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Eintritt frei. Ohne Anmeldung

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Benin: Restitution as a Process

Lecture by Enotie Paul Ogbebor

The restitution of objects looted in 1897 in the Kingdom of Benin (Nigeria) is in full swing. The Linden Museum is a member of the Benin Dialogue Group, which has prepared and accompanied this process for years. With a presentation in the upper foyer, we trace the path of the objects to the Linden Museum historically, make milestones of their return to Benin City visible, and present perspectives on their future.

Enotie Paul Ogbebor will speak at the opening of this presentation. He is an artist, a member of the Benin Dialogue Group Steering Committee, and a trustee of the Legacy Restoration Trust. His lecture will focus on the importance of restitution for the inhabitants of Benin City and how the courtly tradition continues to have an impact on contemporary art.

Greeting: Petra Olschowski, State Secretary in the Ministry of Science, Research and the Arts of the State of Baden-Württemberg

The lecture will be held in English.

Admission free. Without registration

Podiumsdiskussion | Lateinamerika


Serien wie „Narcos“ und Medienberichte über Drogenbosse wie „El Chapo“ prägen häufig das Bild vom Drogenkrieg in Lateinamerika. Die Folgen dieses Krieges für das alltägliche Leben der Menschen bleiben dabei allerdings meist auf der Strecke. Mit brutaler Gewalt kämpfen mexikanische Drogenkartelle gegen politische Widersacher*innen, Journalist*innen und Zivilist*innen. Hunderttausende starben bereits in den Auseinandersetzungen zwischen dem mexikanischen Staat und bewaffneten Gruppen, die untereinander um die Vorherrschaft über Drogenrouten und Umschlagplätze kämpfen. Auch andere lateinamerikanische Staaten wie Bolivien, Peru und Kolumbien führen seit Jahren einen Krieg gegen die Drogen.

Was bedeutet der fortlaufende Drogenkrieg für das Leben der Menschen und die Menschenrechtslage in Lateinamerika? Wie gehen die Behörden und die Zivilgesellschaft mit der organisierten Kriminalität um? Welche Verantwortung tragen Drogenkonsumenten in Deutschland, Europa und den USA für die brutalen Auseinandersetzungen? Und welche Spuren des Krieges lassen sich bei uns in Baden-Württemberg finden?

Diese Fragen diskutieren wir gemeinsam mit Expert*innen der Materie – und gerne auch mit Ihnen.

Begrüßung:
Dr. Lars Lehmann, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Dr. Doris Kurella, Referentin für Latein- und Nordamerika des Linden-Museums Stuttgart

Impuls:
Siegfried Herzog, Leiter des Regionalbüros „Lateinamerika“ der Friedrich-Naumann-Stiftung in Mexiko-Stadt

Diskussion:
Siegfried Herzog, Leiter des Regionalbüros „Lateinamerika“ der Friedrich-Naumann-Stiftung
Dr. Carola Hausotter, Evangelische Akademie Bad Boll
Ralf Michelfelder, Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg a. D.

Moderation:
Karoline Gil, Co-Vorsitzende des Regionalforums Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik

Zu den Teilnehmer*innen:

Ralf Michelfelder

trat 1981 in die Polizei Baden-Württemberg ein. Er studierte an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg und der Deutschen Hochschule für Polizei (DHPol) Münster/Westfalen und ist Absolvent des Managementkollegs der DHPol und des FBI National Executive Institute. Ralf Michelfelder leitete unter anderem die Verdeckten Ermittlungen im Landeskriminalamt und war stellvertretender Landeskriminaldirektor im Innenministerium Baden-Württemberg. Er war Leiter der Polizeidirektion Waiblingen, Präsident des Polizeipräsidiums Aalen und Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg von 2015 bis April 2021.

Karoline Gil
hat Kulturwissenschaften und Osteuropawissenschaften studiert. Seit vielen Jahren initiiert und moderiert sie Veranstaltungen. Sie ist für das Institut für Auslandsbeziehungen tätig und Co-Vorsitzende des Regionalforums der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

In Kooperation mit: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

Eintritt frei

 

Erzählperformance |



Erzählperformance mit Mimesis Heidi Dahlsveen

In dieser forschungsbasierten Erzählperformance erzählt Mimesis Heidi Dahlsveen ein nordisches Volksmärchen, in dem es um Missbrauch und darum geht, die Person zu sein, die man eigentlich sein sollte. Das Volksmärchen wechselt sich mit persönlichen Geschichten und nordischen Mythen über die Suche nach einer Identität oder vielleicht mehreren Identitäten ab.

Mimesis Heidi Dahlsveen arbeitet seit 1996 als Geschichtenerzählerin in Norwegen und international. Sie hat an einer Reihe von internationalen Festivals und an zwei EU-Projekten teilgenommen, die sich mit dem mündlichen Erzählen von Geschichten beschäftigen.

Sie ist außerordentliche Professorin für mündliches Geschichtenerzählen an der Oslomet - Metropolitan University in Oslo und veröffentlichte 2008 das Buch "Introduction to oral storytelling" im Universitetsforlaget. Im Jahr 2019 erschien ihr zweites Buch zum selben Thema. Sie hat mehrere akademische Artikel zum mündlichen Geschichtenerzählen verfasst, in denen sie künstlerische Forschung als Beitrag zum Verständnis des mündlichen Geschichtenerzählens und der Narrative nutzt. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, dass die traditionellen Erzählungen Licht auf zeitgenössische Themen werfen. Derzeit nimmt sie an ihrem dritten EU-Projekt teil: "Gemeinsame Zukunft, gemeinsame Basis" - ein Projekt, das untersucht, wie Erzählungen zur Stigmatisierung und Polarisierung eingesetzt werden und wie Erzählungen in Konflikten verwendet werden können. Sie ist Mitglied der Forschungsgruppe "Kunst in der Gesellschaft".

Mimesis Heidi Dahlsveen erzählt in englischer Sprache.

Gebühr: EUR 10,-/8,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Im Rahmen der "Schule des mündlichen Erzählens" in Kooperation mit Ars Narrandi e. V.

         

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart

        

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Nordic Folk Tale
Storytelling Performance with Mimesis Heidi Dahlsveen

In this research-based storytelling performance, Mimesis Heidi Dahlsveen is telling a Nordic folk tale that deals with abuse and being who you really should be. The folk tale alternates with personal stories and Norse myths about searching for an identity or maybe several identities.

Mimesis Heidi Dahlsveen has worked as a storyteller since 1996 both at national and abroad. She has participated in a number of international festivals and in two EU projects that deal with oral storytelling. She has sold performances to the cultural rugsack and toured internationally.

She is the associate professor in oral storytelling at Oslomet – metropolitan university in Oslo, Norway and in 2008 she published the book "Introduction to oral storytelling", Universitetsforlaget. In 2019 she came with her second book on the same topic. She has written several academic articles on oral storytelling, where she uses artistic research as an input to understand oral storytelling and narratives. Her focus is on letting the traditional narratives shed light on contemporary themes. She is currently participating in her third EU project: "Common future, common ground" - a project that looks at how narratives are used to stigmatize and polarize and how narrative can be used in conflicts. She is a member of the research group "Art in society".

The performance is in English.

Admission: EUR 10,-/8,-
Reservation: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de
 

Vortrag |


Adolph Tidemand: Haugianerne, 1848, Nasjonalmuseet, Oslo


Charakteristika, Überlieferungstradition und Wiederentdeckung

Referentin: Dr. Katrin Knopp, Stuttgart


Die nordische Mythologie ist geprägt von einer engen Verbundenheit mit der Natur und den Jahreszeiten. Trotz der Christianisierung haben sich Bräuche, Vorstellungen und heidnische Traditionen über das Mittelalter hinweg bis ins 19. Jahrhundert tradiert. Im Zuge der Modernisierung beginnen Märchensammler, Künstler und Forscher den reichen Schatz der Erzählungen fest zu halten und neu zu interpretieren. Neben einer Charakterisierung nordischer Mythologie und Erzähltradition begeben wir uns auf die spannende Reise der Wiederentdeckung und folgen den Spuren der Märchenforscher.

Eintritt: EUR 10,-/8,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444,  anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

In Kooperation mit Ars Narrandi e. V.

         

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart

        

Vortrag | Sonderausstellung


Referentin: Prof. Dr. Ute Hüsken, Universität Heidelberg

Jedes Jahr im Herbst feiert man in ganz Indien das Fest Navaratri, oder Durgapuja, das neun Nächte und zehn Tage lang andauert. Es geht dabei um die Grosse Göttin und ihren Kampf gegen die Dämonen, die die Ordnung der Welt bedrohen. Der Vortrag behandet die Geschichte, aber auch die vielfältigen zeitgenössischen Formen, die dieses Fest in den unterschiedlichen Regionen annimmt, mit besonderem Augenmerk auf Tamil Nadu.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Dragon Days | Afrika



Lesung und Gespräch mit T. L. Huchu
Moderation: Thomas Klingenmaier

Musikalische Umrahmung: Vimbai Zimuto, Mbira

Für das Mädchen Ropa sieht Edinburgh anders aus als heutzutage für Touristen: Die Stadt ist ein Ort des ständigen schmutzigen Überlebenskampfs. Die Heldin der Romane „Die Bibliothek von Edinburgh“ und „Das Hospital von Edinburgh“ von T .L. Huchu lebt in einer nahen Zukunft, in der sich Krisen zugespitzt und Spaltungen vertieft haben. Der 1982 in Simbabwe geborene Huchu legt aber auch beste Urban Fantasy vor: Magie ist Teil des Alltags, Ropa kommuniziert als mietbare Telegrammbotin per Mbira, per Daumenklavier also, mit dem Totenreich.

Der in Edinburgh lebende Autor machte als Tendai Huchu zunächst mit „Der Friseur von Harare“ und „Maestro, Magistrat und Mathematiker“ auf sich aufmerksam, nun hebelt er mit intelligenten Büchern gerade auch für jüngere Leser alle Vorurteile gegen Genreliteratur aus. Im Rahmen des Fantastikfestivals Dragon Days kommt der zum boomenden Afrofuturismus gezählte Tendai Huchu zu Lesung und Gespräch ins Linden-Museum. Es geht um Ropas Abenteuer, um die Begegnungen von Afrika und Europa, um gespaltene Gesellschaften und Potenziale und Überlebenschancen von Traditionen. Ein gutes Beispiel bietet die Mbira, ein früher mit enormer spiritueller Macht belegtes Instrument, das der modernen Weltmusik zunehmend aus dem Blick gerät. Der Abend wird von Live-Musik auf der Mbira begleitet.

Eintritt: EUR 5,-/3,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444,  anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Nähere Informationen: www.dragondays.de

In Kooperation mit:

Vortrag |



Mensch-Umwelt-Beziehungen in der ägyptischen Ostwüste vor 120.000 Jahren

Referent: Dr. Felix Henselowsky, Universität Mainz


Nordostafrika ist eine geographische Schlüsselstelle zur frühen Ausbreitung des Menschen. Der Vortrag zeigt, wie archäologische und geographische Forschung einen Beitrag zum Verständnis der Ausbreitungsgeschichte von uns Menschen leistet und welche Umweltbedingungen die Migration durch die heutige Wüste begünstigte: Ein feuchteres Klima ist dabei bei Weitem nicht das einzige Kriterium.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag und Podiumsgespräch |


Hermann Parzinger
Copyright: SPK, Foto: Herlinde Kölbl



Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hermann Parzinger (Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
anschließend: Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Dr. h. c. Hermann Parzinger, Prof. Dr. Inés de Castro (Lindenmuseum) und Dr. Ernst Wolfgang Becker (Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus)

Ort:
Linden-Museum Stuttgart

Eintritt frei
Reservierung:
info@remove-this.stiftung-heuss-haus.de

In Kooperation mit:

Vortrag | Süd-/Südostasien



Mit Odile Néri-Kaiser                                  

Wenn man den Tod nicht als ein brutales Ende versteht, sondern als eine Reise ins Unbekannte sieht, kann man sich vorbereiten und die Kunst zu sterben wird schließlich zu einer Kunst des Lebens. Wenn man dem Wandlungsprozess furchtlos und liebevoll beistehen kann, entwickeln sich umso mehr Menschlichkeit und Mitgefühl für das Leben und alle Lebewesen.

Odile Néri-Kaiser lädt uns ein, an dieser Reise ins Unbekannte teil zu haben, begleitet von der Leichtigkeit und dem Humor des Autors, des buddhistischen Meditationsmeisters Sogyal Rimpoche.

Eintritt: EUR 10,-/8,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444,  anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

In der Reihe "So viel Leben ist vor dem Tod" (2. - 6.11.) in Kooperation mit Ars Narrandi e. V.

         

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart und der Baden-Württemberg Stiftung

        

Erzählungen | Afrika Lateinamerika Orient

   

Erzählabend mit Stimmen von denen, die nicht mehr sind

Erzähler*innen: Charles Aceval, Thierno Diallo, Odile Néri-Kaiser / Musik: Hélène Godefroy


In dieser Veranstaltung mischen sich die Stimmen von Verstorbenen und von Lebenden. Begleitet von der Musik der Viola da gamba berichten die Erzähler und die Erzählerin von bereits verstorbenen Mentor*innen und dem Erbe, das diese in Form von Erzählungen und Geschichten hinterlassen haben.
Hören Sie tradierte Geschichten verschiedener Kulturen und spüren Sie deren Kraft für die heutige Zeit.

Gebühr: EUR 12,-/10,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444,  anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

In der Reihe "So viel Leben ist vor dem Tod" (2. - 6.11.) in Kooperation mit Ars Narrandi e. V.

         

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart und der Baden-Württemberg Stiftung

        

Quiz-Show |


© Kleon Medugorac


7 Stuttgarter Museen erweitern unterhaltsam Ihr Wissen!

Das "Museumsquiz On Stage" in die zweite Runde: Um "Liebe" geht es in drei Fragerunden, die Themen beleuchten, die bei einem regulären Museumsbesuch kaum wahrgenommen werden. Sie geben spannende, amüsante und manchmal skurrile Einblicke in die beteiligten Häuser: das Haus der Geschichte Baden-Württemberg, das Kunstmuseum Stuttgart, das Landesmuseum Württemberg, das Naturkundemuseum Stuttgart, die Staatsgalerie Stuttgart, das StadtPalais Stuttgart und unser Museum.

Das Moderatoren-Duo, bestehend aus der Kunstvermittlerin Sara Dahme und DJ Andreas Vogel, beide mit viel Quiz- und Museumserfahrung, wird gekonnt durch das vielfältige Programm führen. Mit einer guten Prise Humor und musikalischer Untermalung werden die beiden Profis die von den Museen vorbereiteten Fragen auf der Live-Bühne unterhaltsam präsentieren. Unterhaltung, Spaß und großer Wissenzuwachs zum Angeben bei der nächsten Party sind garantiert, attraktive Preise winken!

Zuschauer*innen können mit der Online-Plattform „Kahoot!“ sowohl einzeln als auch in der Gruppe am Quiz teilnehmen.

Ort: Haus der Geschichte Baden-Württemberg,  Konrad-Adenauer-Straße 16

Eintritt: EUR 5,-
Anmeldung: veranstaltungen@remove-this.hdgbw.de

Vortrag | Sonderausstellung


Wie jahrtausendealte Grabfunde die Gemüter erhitz(t)en

Referentin: Martina Stoye, Museum für Asiatische Kunst Berlin


1876 entdeckte der Sammlungsreisende Fedor Jagor im südindischen Adichanallur ein prähistorisches Gräberfeld und schickte Hunderte von Grabgefäßen nach Berlin. Wohl kaum jemand ahnte damals, welch große Bedeutung den Funden im 21. Jahrhundert zukommen würde. Der Fall Adichanallur zeigt, wie Objekte, die Jahrtausende lang im Boden lagen, plötzlich wieder politisch brisant und hochaktuell werden können.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |


Referent: Dr. Timo Sedelmeier, Universität Tübingen

Kolonialismus ist ein beliebtes Thema für (Brett-)Spiele, das gerne als Spielhandlungsrahmen verwendet wird. Gleichzeitig mehrt sich die Kritik an den beständigen Neuerscheinungen von Spielen mit einer Kolonialisierungsstory und dem Umgang mit dem Thema Kolonialismus in den Spielen. Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag anhand ausgewählter Fallbeispiele der Frage nach, wie das Thema Kolonialismus umgesetzt wird, ethnische Stereotype reproduziert werden und dies in den einschlägigen Brettspiel-Foren diskutiert wird.

Vor dem Vortrag wird der Geographie-Sonderpreis der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde an Abiturient*innen verliehen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Dokumentarfilm | Orient


© Aflam Wardeshan, Amerikafilm



Der Titel des ägyptischen Popsongs "Bashtaalak Sa'at" ("Ich vermisse dich manchmal") und das Sonett "Shall I Compare You To A Summer's Day" von Shakespeare hinterfragen Raum und Zeit der Erzählung. Eine Erzählerin berichtet von einer Begegnung zweier Männer. Eine Liebesgeschichte – wo beginnt sie? Ein Blick, ein Lächeln, ein Rendezvous. Regisseur Mohammad Shawky Hassan adaptiert Geschichte und Handlung von "Tausendundeine Nacht" und erzählt eine queere Liebesgeschichte.

Dieser experimentelle Spielfilm spielt mit den Grenzen von Sprache und kulturellen Traditionen. Bereits vor seiner Premiere bei der diesjährigen Berlinale löste er heftige Kontroversen und Reaktionen in Ägypten aus.

Regie: Mohammad Shawky Hassan, Ägypten/Libanon/Deutschland 2022, 66 min., OF m. engl. UT

Ort: Linden-Museum Stuttgart

Eintritt: EUR 5,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Tipp: Nach dem Film gibt es um 19.30 Uhr eine orientalische Tanzaufführung.

Im Rahmen des Afrika Film Festival (24.11. - 4.12.) in Kooperation mit:

 

 

Spielfilm | Orient


© MVD, Hakka, Propaganda Productions



März 2020, eine Pandemie breitet sich weltweit aus. Kais, Sarra und ihre Katze versuchen, mit dem neuen Alltag zurechtzukommen. Sarra arbeitet im humanitären Bereich und hilft Menschen in Not. Die Pandemie ist ihrer Situation nicht gerade förderlich. Denn Kais leidet unter einer psychotischen Störung und ist auf Medikamente angewiesen. Er verändert sich immer mehr im Laufe der Zeit. Regisseur Nejib Belkadhi, der auch die Rolle von Kais übernimmt, nähert sich mit dem Lockdown einer anderen Art der Isolierung an, der Schizophrenie. Communion ist ein kammerspielartiger Thriller in Schwarz-Weiß, der diese Zeit des Stillstands einfängt und Fragen zur heutigen Welt aufwirft.

Regie: Nejib Belkadhi, Tunesien 2021, 80 min., OF m. engl. UT

Ort: Linden-Museum Stuttgart

Eintritt: EUR 5,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Tipp: Vor dem Film gibt es um 19.30 Uhr eine orientalische Tanzaufführung.

Im Rahmen des Afrika Film Festival (24.11. - 4.12.) in Kooperation mit:

 

 

Spielfilm | Afrika


© MUBI



In der äthiopischen Region Harar träumt Mami davon, nach Europa aufzubrechen, und befragt seinen Freund Ibrahim zu dessen Reise und den Gründen seiner Rückkehr. Andere entfliehen dem Alltag mit dem Kauen von Khat. Der Pflanze mit der stimulierenden Wirkung werden mystische Kräfte zugeschrieben. Ihr Gebrauch geht auf die Sufi-Tradition zurück, er soll den Weg in die Ewigkeit weisen. Die aus dieser Region stammende Regisseurin Jessica Beshir beschreibt die Entwicklung des Khat-Anbaus und -Konsums als Folge der politischen und wirtschaftlichen Krise Äthiopiens sowie der Klimaerwärmung. Faya Dayi ist eine hypnotische Versenkung in den Mythos und die Wirklichkeit des ländlichen Lebens der Oromo.

Regie: Jessica Bahir, Äthiopien/USA/Qatar 2021, 118 min., OF m. engl. UT

Ort: Linden-Museum Stuttgart

Eintritt: EUR 5,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Im Rahmen des Afrika Film Festival (24.11. - 4.12.) in Kooperation mit:

 

 

Vortrag |



Referent: PD Dr. Harald Neidhardt, Universität Tübingen


Bei dem Reaktorunglück von Fukushima wurden, ähnlich wie in Tschernobyl, große Mengen an Radioisotopen wie 131Iod und 137Cäsium in die Umwelt freigesetzt. Wir gehen der Frage nach, was mit diesen gesundheitsgefährdenden Radioisotopen geschehen ist und beleuchten dabei Eintragspfade in Pflanzen, Böden und Gewässer, sowie biogeochemische Prozesse, welche die Mobilität von Radioisotopen entscheidend steuern.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |




Der anthropogene Einfluss auf die Dynamiken von Landschaften

Referent: Prof. Dr. Thomas Glade, Universität Wien


Landschaften verändern sich seit Jahrmillionen. Inzwischen greift jedoch der Mensch so stark in die Natur ein, daß sich Umweltveränderungen beschleunigen, Extreme hervorrufen oder zu ganz neuen, in dieser Form bisher noch nie erlebten Ausprägungen führen. Verschiedenste anthropogen bedingten Landschaftsveränderungen werden in ganz unterschiedlichen Regionen der Erde präsentiert und in internationale Strategien und Konzepte eingebettet.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Afrika



Die Revitalisierung von Rindenbast in zeitgenössischen Initiativen ugandischer Künstlerinnen

Referentin: Dr. Fiona Siegenthaler, Linden-Museum Stuttgart


Mit dem Eintrag in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit (2008) wurde die lange aus dem kulturellen Bewusstsein verdrängte Herstellung von Rindenbaststoff in Buganda rehabilitiert. In der zeitgenössischen, global vernetzten Kunst- und Designpraxis Ugandas erfährt Rindenbaststoff neue kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutungen und ist Gegenstand einer Vielfalt gestalterischer Innovation.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |




Strategien der Modernisierung und Widersprüche megastädtischen Lebens

Referent: Prof. Dr. Christoph Dittrich, Universität Göttingen


In den indischen Megastädten konzentrieren sich die ganze Widersprüchlichkeit von Globalisierung und das paradoxe Verhältnis zwischen Luxus und Elend auf engstem Raum. Der Vortrag basiert auf jahrelangen eigenen Forschungen und thematisiert am Beispiel der Großmetropolen Bengaluru (Bangalore) und Hyderabad die fragmentierten Lebenswelten und drängendsten Problemlagen und fragt auch nach Lösungsansätzen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Sonderausstellung



Referentin: Prof. Dr. Gabriele Alex, Universität Tübingen


In Tamil Nadu findet sich eine große Bandbreite an traditionellen Heilpraktiken, die in Bezug auf Medikamente und Therapien viele Schnittmengen mit den staatlich etablierten Traditionen wie Ayurveda oder Siddha aufzeigen. In Tamil werden diese als nāṭṭu maruntu (Landmedizin) oder pacillai (grüne Blätter) bezeichnet. Gabriele Alex beschreibt einige dieser Traditionen und erarbeitet aus Fallstudien, wie sich die Behandlungswahl gestaltet.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag |


Was lehrt uns die Geschichte und Geografie?

Referent: Prof. Dr. Gerhard Gerold, Universität Göttingen

Globale Klimaveränderung und Klimakollaps ist in Medien und Gesellschaft ein inzwischen viel beachtetes Thema geworden. Der Zusammenbruch alter Hochkulturen wird dabei in Verbindung mit plötzlichen Klimaveränderungen gebracht.

Anhand neuester Forschungsergebnisse wird die Rolle von Klimaveränderung für den Kollaps alter Hochkulturen zu unterschiedlichen Zeiten und Kontinenten - von Mesopotamien bis nach Grönland - diskutiert. Dabei erfolgt eine Zusammenschau von archäologischen und paläoklimatischen Erkenntnissen unter Berücksichtigung der damaligen ökonomischen, politischen und religiös-kulturellen Verhältnisse.

Kollaps oder Transformation unter sich stark ändernden Umweltbedingungen wie auch heute mit Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Ressourcendegradation können nur multifaktoriell behandelt werden.

Eine detaillierte Analyse der schon in historischer Zeit bestehenden komplexen Vernetzung kulturgeschichtlicher und umweltökologischer Bedingungen zeigt eine große Aktualität für unsere heutige globalisierte Welt. Anhand zahlreicher Beispiele kann ein Vergleich damaliger und heutiger Umweltkrisen durchgeführt werden. Der Covid-19-Pandemieschock sollte die Gesellschaften zu gemeinsamem Vorsorgehandeln wachrütteln, damit nicht wie in der Vergangenheit mit Festhalten an gewohnten Wirtschafts-, Lenkungs- und Handelsstrukturen insbesondere auch durch die Eliten der nächste Kollaps einsetzt.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Ozeanien




Referent: Prof. Dr. Norbert Pötzsch, Universität Göttingen


Das Königreich Tonga versucht gegen die Folgen des Klimawandels vorzugehen, indem Emissionen verringert werden sollen. Gegensätzlich dazu bedingt der Wunsch nach Konsum innerhalb der eigenen Bevölkerung einen steigenden Energiebedarf, der durch fossile Brennstoffe gedeckt wird und somit weitere Emissionen erfordert. Der Vortrag betrachtet diese Entwicklungen und (fehlende) Alternativen vor Ort.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Sonderausstellung


Referent: Prof. Dr. Benedikt Korf, Universität Zürich

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Ozeanien







Lavinia Ketchell arbeitet an einer Seeschildkröte
©Erub Arts Courtesy of Arts d'Australie,
Foto: Lynnette Griffiths



Referentin: Dr. Stephanie Walda-Mandel, Übersee-Museum Bremen

Torres Strait Islanders und Australian Aboriginals verarbeiten an ihren Küsten angeschwemmte, herrenlose Fischernetze zu faszinierenden Skulpturen, um auf deren Gefahr als tödliche Fallen für zahlreiche Meeresbewohner aufmerksam zu machen. Dabei verwenden sie traditionelle Techniken und Totemtiere als Inspiration, um ihr kulturelles Erbe mit einer aktuellen Umweltthematik zu verknüpfen.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Sonderausstellung



Referent: PD Dr. Carsten Butsch, Universität Köln

Ein Bild zur Beschreibung der "Diaspora" ist der Banyan Baum. Um seine ausladende Krone zu stützen, wachsen ihm neue Wurzeln abseits des Stammes. Genau so haben zahlreiche Gemeinschaften, die ursprünglich aus Indien stammen, weltweit Wurzeln geschlagen. In dem Vortrag wird dargestellt, wie sich die indischen Diasporagemeinschaften in Deutschland entwickelt haben und wie sie auf vielfältige Weise sehr aktive Verbindungen in ihre Heimatregionen unterhalten.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.

Vortrag | Sonderausstellung



Referent: Dr. Torsten Tschacher, Universität Heidelberg


Tamil Nadu wird selten mit dem Islam in Verbindung gebracht. Trotzdem hat sich in dieser Region eine reiche islamische Kultur entwickelt, die eng mit muslimischen Gesellschaften in Indonesien und Malaysia verbunden ist und wichtige Beiträge zu Wirtschaft und Kultur Tamil Nadus geleistet hat. Die Geschichte des Islam in Tamil Nadu und die Gegenwart von Muslim*innen in der Region sollen in diesem Vortrag vorgestellt werden.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

In Kooperation mit: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.