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Klimawandel und der Untergang von Hochkulturen


Was lehrt uns die Geschichte und Geografie?

Referent: Prof. Dr. Gerhard Gerold, Universität Göttingen

Globale Klimaveränderung und Klimakollaps ist in Medien und Gesellschaft ein inzwischen viel beachtetes Thema geworden. Der Zusammenbruch alter Hochkulturen wird dabei in Verbindung mit plötzlichen Klimaveränderungen gebracht.

Anhand neuester Forschungsergebnisse wird die Rolle von Klimaveränderung für den Kollaps alter Hochkulturen zu unterschiedlichen Zeiten und Kontinenten - von Mesopotamien bis nach Grönland - diskutiert. Dabei erfolgt eine Zusammenschau von archäologischen und paläoklimatischen Erkenntnissen unter Berücksichtigung der damaligen ökonomischen, politischen und religiös-kulturellen Verhältnisse.

Kollaps oder Transformation unter sich stark ändernden Umweltbedingungen wie auch heute mit Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Ressourcendegradation können nur multifaktoriell behandelt werden.

Eine detaillierte Analyse der schon in historischer Zeit bestehenden komplexen Vernetzung kulturgeschichtlicher und umweltökologischer Bedingungen zeigt eine große Aktualität für unsere heutige globalisierte Welt. Anhand zahlreicher Beispiele kann ein Vergleich damaliger und heutiger Umweltkrisen durchgeführt werden. Der Covid-19-Pandemieschock sollte die Gesellschaften zu gemeinsamem Vorsorgehandeln wachrütteln, damit nicht wie in der Vergangenheit mit Festhalten an gewohnten Wirtschafts-, Lenkungs- und Handelsstrukturen insbesondere auch durch die Eliten der nächste Kollaps einsetzt.

Eintritt: EUR 6,-/4,-/GEV-Mitglieder und Schulklassen frei

Veranstalter: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e. V.