Events

Vortrag |

 

MitarbeiterInnen berichten über ihre Einsätze für Ärzte ohne Grenzen

Referentin: Dr. Carla Böhme


In der Reihe „Live vor Ort“ der Nothilfeorganisation Ärzte ohne Grenzen e. V. erzählen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre Arbeit in verschiedenen Ländern und schildern ihre ganz persönlichen Erlebnisse – und geben so einen Einblick, wofür die Spendengelder eingesetzt werden.

Die Leonberger Chirurgin Carla Böhme berichtet von ihren Einsätzen in den Projekten von Ärzte ohne Grenzen, sie war allein fünf Mal in der Zentralafrikanischen Republik. „Die Situation im Land ist erschreckend“, sagt Carla Böhme. „Seit im Jahr 2013 die Gewalt eskalierte und die staatliche Ordnung zusammenbrach, kommt das Land nicht zur Ruhe.“ Carla Böhme operierte während ihrer Einsätze viele Menschen, die infolge der Kämpfe schwer verletzt wurden.

„Wir operieren aber genauso Brüche nach Verkehrsunfällen oder leisten Kaiserschnitte bei Geburten. Es gibt nach Jahren der Gewalt einfach kaum noch Krankenhäuser, in denen die Menschen Hilfe finden können“, so Carla Böhme. Zuletzt arbeitete sie 2018 im Land. Was treibt sie an, immer wieder ins Konfliktgebiet zurückzukehren? Wie empfand sie die Sicherheitslage? Wie lebte sie vor Ort? Diese und andere Fragen wird Carla Böhme in ihrem Vortrag beantworten. Sie wird viele Fotos zeigen und von ihren persönlichen Eindrücken erzählen.

Eintritt frei

Reservierung: Tel.: 030.700 130 130, annette.roller@remove-this.berlin.msf.org

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Filmnacht | Afrika


March of the Gods, © N. Kouneli


Heavy Metal und Punk in Afrika

Subkulturen im südlichen Afrika: Zwei Dokumentarfilme geben einen Einblick in die Metal- und Punkszene.

March of the Gods

Die Dokumentation über die Heavy Metal-Szene in Botswana begleitet Wrust, eine der beliebtesten Bands, bei Aufnahmen, ihrer Tournee durch Afrika und ihrem ersten Auftritt in Europa. Sie zeigt ihren Kampf, die lokale Musikszene in einem Land, das auf dem Weg zur Globalisierung ist, auf die Weltkarte zu bringen.
Regie: Raffaele Mosca/Alessio Calabresi, UK/I/GR, 2013, 87 Min., Originalversion mit engl. Untertiteln

Punk in Africa
Politischer Kampf, wirtschaftliche Not und Bürgerkrieg sind die Hintergründe der Punkbewegung in Südafrika, Mosambik und Simbabwe. Die Dokumentation verfolgt diese Geschichte von den Wurzeln im Underground-Rock der 1970er Jahre in Johannesburg über die ersten Punkbands, die sich nach dem Soweto-Aufstand gründeten, den militanten Anti-Apartheid-Hardcore und Post-Punk der 1980er Jahre, den von Kapstadt bis Maputo verbreiteten Aufstieg des Ska in der demokratischen Ära der 90er Jahre, bis hin zu einer aufstrebenden Generation von heutigen Bands.
Regie: Keith Jones/Deon Maas, ZA/CZ/ZW/MOC, 2012, 82 Min., engl. Originalversion

Einführung: Dr. Sandra Ferracuti, Afrika-Referentin
Eintritt: EUR 5,-/3,-
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Familienführung ab 6 | Süd-/Südostasien



Mit Ursula Hüge

Die Prinzessin berichtet von ihrem Abenteuer mit Hanuman, dem Affengeneral, und Garuda, dem König aller Vögel – Geschichten, die in Indien bei Klein und Groß bekannt sind, und darüber hinaus in ganz Südostasien.

Gebühr: EUR 4,-/3,- inkl. Ausstellungseintritt (bis einschl. 12 Jahre frei)

Erzählungen | Orient



Nazlı Çevik Azazi erzählt
Cemil Aydemir begleitet an der Baglama

Nazlı Çevik Azazi präsentiert Märchen aus der reichen Tradition mündlicher Überlieferung der Türkei. Die Erzählungen auf Deutsch mit türkischen Einsprengseln werden musikalisch umrahmt. Nazlı Çevik Azazi ist Leiterin von SEIBA, einem internationalen Erzählzentrum in Istanbul, das sie 2013 gründete. Ihre Studienzeit und ihre beruflichen Anfangsjahre verbrachte sie in Deutschland: Nazlı Çevik Azazi ist Absolventin des Studiengangs Theaterpädagogik sowie des Programms Künstlerisches Erzählen an der Hochschule der Künste Berlin sowie in Kreativem Tanz am Dock11 und der TanzTangente Berlin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit veröffentlicht sie Bücher zu Märchen und Erzählkunst.

Cemil Aydemir ist Musiklehrer für Baglama in Stuttgart. Obwohl er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, hat er noch eine enge kulturelle Bindung zu seiner Heimat.

Im Rahmen der Reihe „Mit großen Erzählungen um die Welt“

Eintritt:
EUR 8,-/5,- 
Reservierung:
Tel. 0711.2022-444 / anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

In Kooperation mit:

     

Mit freundlicher Unterstützung:

            


freie bühne stuttgart | Orient


Foto: Guido Hofenbitzer

Eine interkulturelle Musik-Theater-Performance für Menschen ab 14 Jahren


Der Aufbruch aus den bisherigen Lebensformen und der Weg von Ost nach West werden für viele Flüchtende zu einem existentiellen Ereignis. Auf der Grundlage des Reiseberichts des Iraners Ramin Khoshbin, der 2015 die Balkanroute bewältigte, betrachtet die freie bühne stuttgart in der Theaterperformance die Fluchtereignisse und das Moment der Fremdheit als „mystisches“ Erlebnis, das alle bisher geltenden Formen und Vorstellungen von Leben grundsätzlich erschüttert und dringende Fragen nach einer Neu-Ausrichtung aufwirft. Was ist das, dieses Leben?

Mit persischen und deutschen Texten von Jalaluddin Rumi, Sohrab Sepehri, Walt Whitman und Ramin Khoshbin. Mit Kompositionen für Cello, Oud und Gitarre.

Regieberatung: Kathrin Heuer, Dramaturgie: Ismene Schell, Darsteller: Ismene Schell (D), Ramin Khoshbin (Iran), Cello: Scott Roller (USA), Gitarre/Oud: Mazen Mohsen (Syrien)

Eintritt: EUR 15,-/12,-/1,- für Geflüchtete und BonusCard-Inhaber*innen
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@remove-this.lindenmuseum.de

Mit freundlicher Unterstützung von Heinz Frank und dem Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg



Der Jugendclub des Linden-Museums trifft sich alle zwei Wochen. Mädchen und Jungen zwischen 8 und 14 Jahren erarbeiten spannende Projekte im Museum, bekommen einmalige Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen und erforschen die Kulturen unserer Welt.

Anmeldung bei Nina Schmidt: Tel. 0711.2022-428, schmidt@remove-this.lindenmuseum.de

Die Mitgliedschaft im Jugendclub ist kostenlos!

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Projekt |



Mitmachaktion im Rahmen von Lampedusa Calling
In Stuttgart zu Hause

Das Projekt Lampedusa Calling sieht Flucht als eine Frage der Perspektive und provoziert die Auseinandersetzung mit dem eigenen Standpunkt. Mit zwei umgebauten Seefrachtcontainern tourt das Projekt durch Deutschland und fördert über Kunst und Begegnungen die Werte- und Demokratiebildung auf der Straße. Gemeinsam mit Organisationen, Vereinen und Akteur*innen aus Stuttgart wurde eine einwöchige Veranstaltungsreihe auf dem Pariser Platz konzipiert, die sowohl zum Nachdenken als auch zum aktiven Handeln ermutigt.

Im Rahmen des Projektes laden wir zu zwei Aktionen ein, die sich mit Fragen rund um das Thema "Was brauche ich um mich zu Hause zu fühlen?" beschäftigen.

"Auf den Punkt gebracht" ist Speeddating mal anders: Jeweils zwei Menschen unterhalten sich zwei Minuten lang über eine Frage, wechseln dann zum/zur nächsten Gesprächspartner*in, so dass am Ende der ganze Platz miteinander im Austausch ist.

"Beste Punkte" ist eine großflächige Mal-Aktion für kleine und große Menschen, die mit dem Jugendclub des Museums organisiert wird. Aus vielen Punkten entsteht ein großes gemeinsames Bild, das von uns erzählt.

Ort: Pariser Platz Stuttgart (neben der Stadtbibliothek)

Eintritt frei

Ein Kooperationsprojekt von:




Sammlungspräsentation | Ostasien



Das Linden-Museum Stuttgart konnte dank der Förderung der Kulturstiftung der Länder eine Sammlung von 46 japanischen Kriegsmotiv-Kimonos und -Textilien erwerben. Drei Kimonos sowie zwei Obi (Stoffgürtel) werden bereits in der Dauerausstellung präsentiert. Fünf weitere Kimonos werden einmalig nur heute im Wanner-Saal gezeigt.

Begrüßung:
Prof. Dr. Inés de Castro, Direktorin des Linden-Museums Stuttgart

Vortrag:
Krieg als Mode?
Über die Bedeutung von japanischen Kriegsmotiv-Kimonos
Referent: Klaus J. Friese


Würden Sie gerne grafische Darstellungen von Luftkämpfen oder Panzern auf Ihrer Kleidung tragen? Oder gar auf Ihrer Unterwäsche?

1894/95, während des (ersten) Chinesisch-Japanischen Krieges, entstanden die ersten japanischen Textilien, welche traditionellen Schnitt mit der Darstellung moderner Kriege kombinierten. Zwischen ca. 1932 und 1942 wurden solche Kleidungsstücke mit Abbildungen von Panzern, Flugzeugen, Soldaten und Gewehren als Massenware hergestellt.

Was machte die Attraktivität dieser Kleidungsstücke aus? Handelte es sich um staatliche Kriegspropaganda, japanische Tradition oder eine Modeerscheinung ohne tiefere Bedeutung? Ziel des Vortrages ist es, vor dem Hintergrund des historischen Kontexts verschiedene mögliche Erklärungen für dieses Phänomen vorzustellen.

Klaus J. Friese schloss seinen Master in Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab, wo er auch als Lehrbeauftragter tätig ist. Sein regionaler Schwerpunkt ist Japan. Zur Zeit forscht er zum Thema "Ästhetik des Krieges" am Beispiel der materiellen Kultur, der Künste und Medien Japans in der Zeit zwischen 1894 und 1945.

Musikalische Umrahmung: Trommelgruppe Tenma Daiko

Eintritt frei




Meditation | Süd-/Südostasien

 

Mit Sunyata Meditation Stuttgart e. V.

In einem Einführungskurs lernen die Teilnehmenden einige Meditationstechniken kennen, die dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen und einen klaren Geist wiederherzustellen. Dadurch können wir unseren Alltag bewusster, konzentrierter und mit mehr Lebensfreude erleben.

Gebühr: EUR 4,-/3,- inkl. Dauerausstellung