Hinter den Kulissen


Unsere Projekte realisieren wir sowohl mit internationalen als auch mit lokalen Partnern. Wir setzen dabei bewusst auf partizipative Prozesse, um neue und differenzierte Perspektiven zu gewinnen. Auf dieser Seite stellen wir Projekte, aber auch einfach Begegnungen aus unserem Arbeitsalltag vor.




fußnoten / Audio-Walk



Michael, ein Künstler aus Deutschland, und Snake, ein Künstler aus Kamerun, sind auf (post-)kolonialer Spurensuche in Stuttgart/Deutschland und Yaoundé/Kamerun. Ihre Worte ergänzen, widersprechen, unterbrechen und kommentieren sich: Wie können Deutschland und Kamerun ihr gemeinsames Erbe gen Zukunft gestalten? Wie können wir uns heute begegnen? Ihre Tour erzählt eine unerledigte Kolonialgeschichte.

Michael und Snake sammelten auf ihren Streifzügen durch Stuttgart - unter anderem auch im Linden-Museum - und Yaoundé verschiedene Gedanken und Geschichten, aus denen Tina Saum/flanerie gemeinsam mit SWR2 Tandem ein Hörspiel produzierte.

Der Audio-Walk zum fußnoten-Projekt lädt dazu ein, verschiedene Orte mit (post-)kolonialen Spuren in Stuttgart oder Yaoundé selbst kennen zu lernen und eigene Geschichten mit diesen Orten zu verknüpfen.

Link zum Audio-Walk

Día de los Muertos



Seit 2011 feiern wir jedes Jahr am 1. November den Día de los Muertos, den mexikanischen Tag zum Totengedenken. Gemeinsam mit der Community vor Ort organisieren wir das Fest - vom Aufbau einer Ofrenda (Gabentisch) über das kulinarische Angebot bis hin zu Tänzen. Aus Anlass des "Dualen Jahres Mexiko - Deutschland" schuf 2016 die in Berlin lebende mexikanische Künstlerin Vanessa Enríquez eine spektakuläre Installation aus "Papeles gigantes" in unserem Saal. Auch die Ofrenda wurde diesmal von ihr gestaltet. Das Kunstprojekt wurde von der Botschaft von Mexiko großzügig finanziert.

Advisory Board for the Representation of Africa Collections (ABRAC)



Das Linden-Museum Stuttgart gründete am 1. Juli 2016 einen Beirat, der sich mit der künftigen Präsentation der Afrika-Sammlungen im Museum befasst. Das "Advisory Board for the Representation of Africa Collections" (ABRAC) setzt sich aus Stuttgartern afrikanischer Herkunft zusammen. Sie stammen aus Ländern, die regionale Schwerpunkte in der Sammlung bilden: Kamerun, Kongo, Mosambik, Nigeria.

Das beratende Gremium wird Problematiken im Hinblick auf die Darstellung des historischen Erbes und gegenwärtiger Bewegungen in Afrika diskutieren und daraus Strategien für die Planung einer neuen Afrika-Dauerausstellung im Linden-Museum entwickeln. Erklärtes Ziel ist es, in einem partizipativen Prozess Mehrstimmigkeit und verschiedene Perspektiven in die künftige Sammlungspräsentation einzubringen.

Gründungsmitglieder von ABRAC sind Olimpio Alberto, Nzimbu Mpanu-Mpanu-Plato, Samuel Obot, Felix Saka, Natacha Tchoumi Pettie sowie Sandra Ferracuti, Afrika-Referentin des Museums.

"Model" aus Kamerun



Im April 2016 war der junge Dichter und Performer Stone Karim Mohamad, ein Stuttgarter aus Yaoundé (Kamerun), im Museum. Er bat Annie (im Foto) für ihn in einem visuellen Narrativ zu modeln. In diesem Foto, "bewohnt" Annie temporär die museale Rekonstruktion eines kamerunischen Hauses. Sie kam nicht nur ins Museum, um ihre kulturellen Wurzeln zu erforschen, sondern auch um einzuladen, es ihr gleich zu tun: Das Museum als Ort, der alle Stuttgarter verbindet und an dem Geschichten geteilt werden.