Provenienzforschung NS-Zeit

Linden-Museum erforscht Provenienz von Objekten, die zwischen 1933 und 1945 Eingang in die Sammlung fanden

Das Land Baden-Württemberg zählt zu den Vorreitern bei der Provenienzforschung im Umgang mit widerrechtlich angeeigneten Kulturgütern. Nachdem die betroffenen Museen zunächst eine zeitlich befristete Finanzierung vom Bund erhielten, trägt das Land Baden-Württemberg seit 2013 die Kosten zu 100 Prozent. "Wir sind uns der Verantwortung für unsere Geschichte bewusst und haben unsere Hausaufgaben gemacht. In Zeiten des allgemeinen Stellenabbaus investieren wir und zeigen damit die Bedeutung, die wir der Erforschung der landeseigenen Kunstsammlungen und ihrer Bestände zumessen. Unabhängig, um welche Form von unrechtmäßig angeeigneter Kunst es sich handelt, Baden-Württemberg arbeitet konsequent an der Rückgabe aller Kulturgüter, von denen wir keine rechtmäßigen Besitzer sind", so Jürgen Walter, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Neben der Provenienzforschung an den vier kunst- und kulturgeschichtlichen Museen des Landes, die komplett vom Land getragen wird, sowie der von Bund und Land seit vergangenem Jahr jeweils zur Hälfte finanzierten Aufgabe am Landesarchiv Baden-Württemberg können nun dank dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg auch für das Linden-Museum Mittel im Umfang von einer halben Stelle (zunächst) ein Jahr lang für die Provenienzforschung an einem ethnologischen Museum bereitgestellt werden.

Gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste



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Projektbeschreibung