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Bauern und Baumeister im Hindukusch

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Bauern und Baumeister im Hindukusch

Swat - Nordwestpakistan

Zu den bemerkenswertesten ländlichen Kulturen der islamischen Welt zählt die des Swat-Hochtales im Gebirgsraum Nordwest-Pakistan, an der Nahtstelle zwischen Zentralasien, China und dem indischen Subkontinent. Schon in der Antike war das Swat-Tal wegen seiner fruchtbaren Gärten und ausgedehnten Wälder berühmt. Buddhistische Pilger verglichen die Region, die eines der frühen Zentren der buddhistischen Gandhara-Kultur war und an einer Nebenlinie der Seidenstraße lag, mit dem Paradies. Im 15.Jh. eroberten Pathanen, Angehörige einer ostiranischen Sprachgruppe, von Afghanistan kommend die Region.

Die fruchtbaren Böden machten eine landwirtschaftliche Überproduktion möglich. Neben dem Obstbau und dem Anbau von Hülsenfrüchten sind die heute wichtigsten Pflanzen Kartoffeln und Mais. Die hohen Erträge waren Voraussetzung für die Bildung spezieller Handwerkerkasten, die von den Großgrundbesitzern für ihre Arbeit in Naturalien aber auch durch Zuweisung von Land entlohnt wurden.

Der Waldreichtum lieferte den wichtigsten Rohstoff für die materielle Kultur, das Holz. Nirgendwo im ländlichen Raum der islamischen Welt findet man ein so reiches Mobiliar und so aufwändig geschnitzte Architekturteile.

Die Ornamentik der Schnitzereien zeigt vorislamische, zentralasiatische, hinduistische und klassisch-islamische Elemente, sowie klassisch antike Motive - Alexander der Große war auf seinem Indien-Feldzug im Swat.

Bauern und Baumeister im Hindukusch