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Städtische Kultur in Marokko

Die Anfänge eines Staates Marokko in etwa den heutigen Grenzen lassen sich auf die Frühzeit der Meriniden-Dynastie (spätes 13./frühes 14.Jh.) zurückführen. Bis zur islamischen Eroberung gegen Ende des 7.Jh. war die Region Teil der antiken hellenistisch-römischen Mittelmeerwelt und in der Folge eines der frühen christlichen Zentren.

711 setzte von Marokko ein gemischtes arabisch-berberisches Heer über die Straße von Gibraltar über und eroberte Andalusien. Die so genannte maurische, berberisch-arabische Mischkultur verband das heutige Marokko mit Andalusien über mehrere Jahrhunderte bis zum Fall Granadas im Jahr 1492. Die glanzvolle maurische Kultur setzt sich vor allem in Fes mit Hilfe aus Andalusien eingewanderter Flüchtlinge fort.

Im ländlichen durch Bauern und Nomaden genutzten Raum überwiegt das berberische Bevölkerungselement, unter den Kaufleuten, Gelehrten und Verwaltungseliten der Städte das arabische.

Die ausgestellten Objekte stammen weitgehend aus den Königsstädten Fes und Meknes, aus der Zeit der Berberdynastien, der Almohaden (1133-1169) und der Meriniden (1244-1465) sowie der heute noch regierenden arabischen Dynastie der Aliden (ab 1660), die sich auf den Propheten Muhammad zurückführen.

In der langen Regierungszeit des Sultans Moulay Ismael (1672 bis 1727) wurde Meknes zur glanzvollen Hauptstadt ausgebaut. Der beschnitzte und bemalte Laden, den wir zeigen, stammt aus einem städtischen Palais in Meknes, das um 1690 für den Baumeister Moulay Ismael errichtet wurde.

Berbereiter

Innenhof Fes

Medersa