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Städtische Kultur im Osten der islamischen Welt
Die islamische Kunst Islamische Kunst hat sich in den ersten zweihundert Jahren nach der Entstehung des Islam entwickelt. Anfangs führt sie römisch-hellenistische bzw. byzantinische, altvorderorientalische und altiranische Formen fort. Ab dem 9.Jh. werden vermehrt Einflüsse aus Nachbarregionen, wie China, dem indischen Subkontinent und dem Steppenraum Mittelasiens, aufgenommen. Islamische Kunst ist also eine Kunst vieler Völker. Das Faszinierende der islamischen Kunst ist die gelungene Synthese unterschiedlicher Einflüsse, aus der sich etwas unverkennbar eigenständiges, harmonisches Neues - eben das spezifisch Islamische - entwickelt. Der Islam kennt kein Kultbild. Bildliche Darstellungen sind zwar nicht generell verboten - wie immer wieder behauptet wird -, sondern nur im religiösen Zusammenhang (Koranhandschriften, Moscheen, Medresen und Mausoleen), und spielen eine eher untergeordnete Rolle. Die Kernelemente islamischer Kunst sind: - Arabische Schrift, die sich als Transportmittel des Koran, also des göttlichen Wortes größter Wertschätzung erfreut und oft ornamental verfremdet wird.
Arabeske wie die Sternflechtsysteme als unendliche Ornamente symbolisieren die Unendlichkeit Gottes. Schrift ist das häufigste und früheste Dekorelement sowohl im Architekturdekor, als auch in der Kleinkunst. Ab dem 12.Jh. wird Schrift oft mit Ranken hinterlegt oder verschmolzen. Die Kalligraphie (die Kunst des schönen Schreibens) ist die einzige von allen Muslimen allgemein anerkannte Kunstform. |
Schale mit Arabesken-Dekor.
Fayencen-Schale mit Palmetten umrahmter Kufi-Inschrift, so genannte Samarra-Ware. Iran oder Irak, 9.Jh. |