Religion und geistige Kultur

Städtische Kultur im Westen

Städtische Kultur im Osten

Städtische Kultur im Pandschab

Die Turkmenen

Bauern und Baumeister im Hindukusch

Der Bazar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Religion und geistige Kultur

Natur und Kulturraum

Als islamischer Orient wird üblicherweise das Gebiet bezeichnet, das in den ersten ca. 120 Jahren nach dem Tod des Propheten Muhammad, d.h. zwischen 632 und 750, Teil des arabisch-islamischen Kalifats wurde sowie das Staatsgebiet der heutigen Türkei, das erst zwischen 1070 und 1493 von den Türken für den Islam erobert wurde.

Kerngebiete der islamischen Welt sind die Staaten des nördlichen Afrika, des iranisch-turanischen Raumes, Pakistan und das nördliche Indien (der iranisch-turanische Raum umfasst neben Iran die Republiken Afghanistan, Kasachstan, Kirgistan, Turkmenistan und Usbekistan). In diesem Kerngebiet hat sich zwischen dem 8. und 10.Jh. in den Städten eine erstaunlich einheitliche Ausdrucksform islamischer Kultur entwickelt, die sich auch noch nach Pakistan und in das nördliche Indien ausgebreitet hat.

Klimageographisch gesehen gehört die gesamte Region zum so genannten Trockengürtel der Alten Welt, der von der Sahara bis zum Fuß Hochasiens reicht. Ertragreiche Landwirtschaft ist hier nur in Flussoasen möglich oder dort, wo Grundwasserreserven eine Bewässerung aus Brunnen erlauben. In der ganzen Region gilt stärker, als wir uns das in Europa vorstellen können, der Satz: "Wasser ist Leben". Dem entsprechend sind Besitztitel nicht an das Recht am Boden, sondern an Wassernutzungsrechte gebunden. Die Notwendigkeit der Entwicklung komplexer Bewässerungssysteme hat im Orient ab dem 4. vorchristlichen Jahrtausend zur Entstehung der Städte und frühen Staatenbildungen geführt. Eine sinnvolle Nutzung aller Ressourcen ist nur durch das Zusammenspiel von Städtern, Bauern und Nomaden möglich. Bauern schaffen die Grundlage für die pflanzliche Nahrung. Nomaden versorgen Bauern und Städter mit tierischer Nahrung, Wolle sowie Leder und stellten die Lasttiere für den Karawanenhandel. Städte waren religiöse, kulturelle, administrative und Handwerkszentren. Bäuerliches und nomadisches Leben hat sich über die Jahrhunderte bis zum Beginn des 20.Jh. kaum verändert. Innovationen gingen immer von der Stadt aus.

Der Islam
Völker des islamischen Orient
Die Ausbreitung des Islam
Natur und Kulturraum







Wüstenlandschaft
mit Kamelen. Marokko.





Flussoase
im Dra-Tal, Marokko.