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Umhang (Inventarnr.093736)
Paracas-Kultur, Necrópolis-Phase, 1. Jh. v. Chr.
Dieses reich bestickte Tuch ist der Umhang eines Häuptlings der
Paracas-Kultur an der Südküste Perus gewesen.
Er wurde von ihm bereits zu seinen Lebzeiten getragen und bei seinem Tod zusammen mit vielen weiteren Textilien zu einem Bündel geschnürt, in einem Korb in Hockerstellung bestattet. Das inhaltlich unveränderte, aber in den Farben ständig wechselnde Motiv zeigt in geometrischer, über das Tuch verbreiteter Anordnung eine Kombination von Mensch-Tierdarstellungen. Erkennbar ist ein menschlicher Kopf, bedeckt mit einer Raubtiermaske. Aus dem Kopf wachsen beidseitig Kondorhälse. Am unteren Ende findet sich die Schwanzflosse eines Mörderwals sowie Elemente eines Seehundes, alles Tiere, die an der Südküste Perus anzutreffen sind. In seiner Gesamtheit handelt es sich wohl um ein mythisches Wesen, das verschiedene Gottheiten in sich vereint.