Königsmaske Kleinere Maske mit Kopfschmuck Fuchskopf
Vergrößern (98kb) Vergrößern (136kb) Vergrößern (132kb)

Ausstattung eines Königsgrabes aus der Mondpyramide (Huaca de la Luna) bei Trujillo, Peru.
Von links nach rechts: Königsmaske (Inv.Nr.119156), kleinere Maske mit Kopfschmuck (Inv.Nr. 119155), Fuchskopf (Inv.Nr. 119154). Datierung: frühes Moche, evtl. Moche II, 3.-4. Jh. n.Chr.

Diese drei Grabbeigaben aus Tumbaga, einer Gold- Kupferlegierung sind uns aus einem Königsgrab in der Mondpyramide erhalten (Slg.Sutorius). Dieses Bauwerk, auf spanisch "Huaca de la Luna" genannt, befindet sich in der Nähe der Stadt Trujillo in Nordperu. Ein peruanischer Architekt unternahm um das Jahr 1911 eine Raubgrabung, bei der diese Masken, der Fuchskopf sowie ein menschlicher Schädel, weitere Goldobjekte und zahlreiche Keramiken zum Vorschein kamen. Leider sind die meisten Objekte nicht erhalten. Die Mondpyramide war neben der Sonnenpyramide eines von zwei Grossbauwerken in der Hauptstadt des südlichen Moche-Reiches, Cerro Blanco. Ausgrabungen in den letzten zehn Jahren legten einen Gebäudekomplex von Plattformen, Mauern und Innenhöfen frei, die Wände reich mit farbig bemalten Fresken verziert. Die Plattformen dienten der Durchführung von Opferzeremonien zum Erbitten von Regen und Fruchtbarkeit, wie die dort gefundenen Skelette belegen. Bei der Gesellschaft der Moche handelte es sich um sakrale Königreiche, deren Oberhäupter auch gleichzeitig Hohepriester waren. Der Besitzer der Goldmaske und des Fuchskopfes wäre demnach das Oberhaupt eines sakralen Königreiches im südlichen Mochegebietes im 3. oder 4. nachchristlichen Jahrhundert gewesen. Die Maske trug er möglicherweise bereits zu seinen Lebzeiten, ebenso wie den Fuchskopf, der wahrscheinlich als Stirnschmuck, befestigt an einem Jaguarfell, diente. Diese Objekte aus Gold und Kupfer belegten die göttliche Herkunft des Trägers.