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Kleine Bisonrobe

Leder, Quill, Pferdehaare und Perlen

L. 212 cm, B. 172 cm

Mandan, Prärie/Plains-Gebiet, 1833

Diese Robe erhielt Maximilian Prinz zu Wied 1833 von dem Mandan-Häuptling Mató-Tópe (Vier Bären) zum Geschenk. Sie zeigt seine von ihm eigenhändig gemalten Kriegstaten. Die Robe weist außerdem einen gut erhaltenen Mittelstreifen aus Quill auf, der von fünf Quill-Rosetten unterbrochen wird, quillumwickelte Pferdehaare und einzelne alte Perlen. Mit dem Quill-Streifen wurden die Trennähte der Roben verdeckt (das Fell wurde den Bisons vom Rücken her abgezogen). Ein Vergleich der Malerei auf den beiden Bisonroben zeigt die europäische Beeinflussung des Malstils von Mató-Tópe. Seine europäischen Kontaktpersonen waren die Maler Karl Bodmer, Begleiter Maximilians Prinz zu Wied, und George Catlin, die sich beide zwischen 1832 und 1834 bei den Mandan aufhielten und hier malten. Besonders die Menschendarstellungen der beiden Roben sind in ihrer Verschiedenartigkeit verblüffend. Vor allem der amerikanische Ethnologe John C. Ewers hat seine Aufmerksamkeit diesem Stilwandel gewidmet.