schule@museum regt Kooperationen von Schulen und Museen an, die Schülerinnen und Schüler in Museen von Betrachtern zu Akteuren machen. Acht Museen beteiligen sich an der bundesweiten Pilotphase, die vom Deutschen Museumsbund, dem Bundesverband Museumspädagogik und dem BDK Fachverband für Kunstpädagogik im November 2004 gestartet wurde. Von November 2004 bis Juni 2005 erkundeten die Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten und Klassenstufen unter dem Themenschwerpunkt Interkulturalität die jeweiligen Partnermuseen und deren Objekte.
Die Beschäftigung mit den Besonderheiten einer anderen Kultur soll bei den jungen Menschen ein tieferes Verständnis für kulturelle Zusammenhänge schaffen. In den Projekten von schule@museum sollen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, Museumsobjekte nicht nur zu betrachten, sondern die Auseinandersetzung mit den Objekten gestalterisch und inhaltlich phantasievoll umzusetzen. Dabei können die Schüler und Schülerinnen ihrer Kreativität freien Lauf lassen, ihre Ideen, die sie mit den Museumsobjekten verbinden, durch vielerlei Medien darstellen und verfremden.
„Teehaus, Moschee und Garten" - so lautete der Titel des Projekts des Karlsgymnasiums Stuttgart im Linden-Museum. Anhand dieser Architekturformen entdeckten die Schüler und Schülerinnen die Vielfalt japanischer und orientalischer Lebensformen.
Die Themenschwerpunkte verbinden verschiedene Regionen und erlaubten so den Vergleich kultureller Traditionen. Im Laufe des Projekts lernten die Schüler und Schülerinnen die Lebensweisen von Menschen in unterschiedlichen Teilen der Welt kennen. Es erfolgte eine grundlegende Einführung in die regionalen Kulturen, ihre wirtschaftliche Basis, ihre sozialen Beziehungen und ihre religiösen Wertvorstellungen. Jedes Thema stellte sich als Spiegel der jeweiligen Kulturtradition vor. Am Ende des Projektes tauschten die Themengruppen ihre Ergebnisse aus, kombinierten sie und stellen sie nun im Linden-Museum der Öffentlichkeit vor.