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Lateinamerika

Amazonien und der zentrale Andenraum.
Bitte beachten Sie, dass die Lateinamerika-Ausstellung bis 20. Juni 2010 nicht zu besichtigen ist.

Kultur, Wirtschaft und Religion: Amazonien und der Zentrale Andenraum

Hauptthema der neuen Lateinamerika-Dauerausstellung sind die kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Beziehungen zweier bedeutender Kulturareale Südamerikas: des zentralen Andenraumes und Amazonien. Als Symbol fùr diese Beziehungen steht die größte Schlange der Welt: die Anaconda. Sie erscheint als mythische Ahnin in der Religion vieler Völker des Amazonas-Tieflandes, zeigt sich jedoch ebenfalls als zentrales Motiv in der religiösen Kunst sowie den heutigen Ritualen des zentralen Andenraumes.

Tiefland: Elemente der traditionellen Lebensweise in Amazonien

Die Völker Amazoniens sind durch die Tukano und Huitoto (Kolumbien), Kaiapo (Brasilien), Shipibo-Conibo (Peru) und Jivaro (Ecuador) repräsentiert. Jeder Teil der Ausstellung zeigt Elemente der traditionellen Lebensweise dieser Tiefland-Völker. Die anschaulich gestaltete Großhaus-Vitrine der Tukano führt in die Wirtschaftsweise, Religion und Wohnformen ein. Die großen Federräder der Kaiapo stehen für die wichtigsten Übergangsrituale im Leben der Menschen, die Gärkrüge und Textilien der Shipibo für die Kunst. Kontrastiert sind diese den Traditionen der indigenen Völker verpflichteten Ausstellungselemente durch eine Medienstation, die sich durch Filme und Diaserien dem modernen indianischen Leben anzunähern versucht.

Hochland: Präkolumbisches Peru und bolivianische Hirtenvölker

Der zentrale Andenraum ist in einen archäologischen und einen modernen Bereich unterteilt. Die Oasenkulturen des präkolumbischen Peru mit ihren sakralen Königreichen und deren Hauptstädten sind Thema des archäologischen Teils. Verschiedene Schriftsysteme, die vor allem die religiösen Vorstellungen der Völker weitergaben, werden vorgestellt. Die Knotenschnüre der Inka, die zur Verwaltung des größten indigenen Reiches des amerikanischen Kontinents verwendet wurden, sind ebenfalls Thema der Ausstellung. Der moderne Bereich stellt ein Wohnhaus der bolivianischen Hirtenvölker nach. Auch in diesem Bereich wird eine Medienstation zusätzlich abrufbare Information zur Archäologie, aber auch zum Leben indigener Völker im Hochland Perus und Boliviens zur Verfügung stellen.

Kinder willkommen!

Die Ausstellung möchte vor allem auch Kinder ansprechen. An einem Schlauch zum Pressen von Maniok darf gezogen, unterschiedliche Wollqualitäten (Schaf, Alpaka) können ertastet werden. Wie fühlen sich getrocknete Kartoffeln an? Spuckt ein Lama wirklich? Viele für Kinder interessante Fragen werden in der Ausstellung beantwortet.

Kuratorin: Dr. Doris Kurella
Blick in die Ausstellung >>
Programm zur Ausstellung:
So. 27.06.10, 14:00 Uhr
Führung
Bolivien
Die Aymara, Präsident Morales und der Widerstand gegen die Globalisierung >>>
So. 18.07.10, 14:00 Uhr
Führung
Macht und Widerstand im Inka-Reich
Mit Dr. Doris Kurella