Von Abalone bis Zuckererbse - Facetten japanischer (Ess-)Kultur

Als wichtiger Bestandteil menschlicher Gemeinschaft verraten Essen und Trinken überall auf der Welt viel über ein Land. Auch in Japan ist die Esskultur eng mit allen Bereichen des Lebens verbunden.

Einst entstanden Reis und Hirse, Bohnen, Fisch und Fleisch aus Ukemochi no hime, der Göttin aller Nahrung. Bis heute gibt es vielfältige Beziehungen zwischen der Shintō-Religion, der Erzeugung und dem Genuss von Nahrungsmitteln. Diese werden in Japan frisch und mit großer Sorgfalt zubereitet – das Auge isst schließlich mit. In den verschiedenen Regionen gibt es eine Vielzahl an Gerichten und Spezialitäten zu entdecken. Und wie so oft in Japan treffen auch beim Essen Tradition und Moderne aufeinander – die Ausstellung widmet sich dem modernen Fischfang und der urbanen Esskultur ebenso wie dem Kirschblütenfest, wo unter einem rosa Blütenregen eine Tasse grünen Tees auf die Gäste wartet.

Die Führungen werden individuell an die Klassenstufen und Bedürfnisse der Schüler angepasst und können je nach Führungsdauer durch kleine Aktionen, wie zum Beispiel den Umgang mit Stäbchen lernen oder Origami falten, ergänzt werden.

 

Sonderausstellung "Oishii! Essen in Japan"

Migration und globale Veränderungen

Fach: Gemeinschaftskunde


In einer globalisierten Welt rücken Menschen mit völlig unterschiedlichem kulturellen, religiösen und politischen Hintergrund immer enger zusammen. Daraus ergeben sich komplexe Beziehungen in allen gesellschaftlichen Bereichen, denn Migranten bringen immer neue Werte, Vorstellungen und Verhaltensweisen mit. Doch gibt es überhaupt noch Fremde in einer globalisierten Welt? In der Ausstellung begegnen wir anderen Kulturen anhand originaler Objekte und lernen unmittelbar damit verbundene Lebenswelten kennen.


Ausstellungen: Orient, Süd- und Südostasien, Afrika

Lob des Schattens - japanische Architektur und Tadao Ando

Fach: Kunst

 

Bekannt als Meister eines modernen Minimalismus in seinen Werken wie beispielsweise dem Haus Azuma finden sich bei Tadao Ando immer auch Einflüsse aus der japanischen Tradition. Mit Elementen wie Holz, Beton, Licht, Raum und umgebender Natur schafft er eine besondere Ästhetik. Diese finden wir u.a. im Konzept von Einfachheit und Leere eines traditionellen Teeraumes wieder, in dem sich der Mensch umso freier entfalten können soll. 

 

Ausstellung: Ostasien

Koloniales Erbe und religiöses Leben in Afrika

Fach: Geschichte, Wirtschaft, Ethik und Religionslehre

Unterschiedliche Interessen bestimmten die Kontakte von Europäern mit dem afrikanischen Kontinent: Forschungsreisen, Handelsbeziehungen, koloniale Ausbeutung und auch die Faszination für eine fremde Ästhetik. Die kulturelle Vielfalt Afrikas prägt auch die religiösen Vorstellungen und Praktiken der Menschen. Traditionelle Religionen werden ebenso gelebt wie der Islam und das Christentum. Zum Teil sind verschiedene religiöse Vorstellungen zu faszinierenden synkretistischen Formen verschmolzen.

Ausstellung: Afrika